Mbappé zieht die flöte raus – und stellt sein idolatrem ins wanken
Kylian Mbappé lacht. Nicht wegen eines Tores, sondern wegen eines Tons. Der Ball traf Netz, die Flöte verfehlte jede Skala. Der Superstar trat bei James Cordens After Hours an, um sein altes Musikinstrument wiederzubeleben – und lieferte ein Stück Selbstironie, das selbst den gefeitesten PR-Strategen Respekt abnötigt.
Ein wiedersehen mit der querflöte – und sofortige demontage
„Meine Eltern wollten, dass ich alles ausprobiere“, sagt er in dem Clip, den Corden auf Instagram teilte. Das klingt harmlos. Tatsächlich ist es eine Miniatur seines gesamten Werdegangs: Vielversprechender Nachwuchs, geduldige Familie, Druck, Perfektion. Nur schafft er es diesmal nicht, das perfekte Bild zu wahren. Die Flöte quietscht, und das Publikum lacht mit, nicht über ihn.
Corden, routiniert im Umgang mit Größen, schlägt sofort einen Deal vor: Warum nicht den Torjubel um eine musikalische Einlage erweitern? Mbappé nickt. „Wenn ich am Dienstag gegen Senegal treffe, packe ich die Flöte aus.“ Das Versprechen ist locker, aber die Konsequenz wäre gigantisch: Millionen TV-Zuschauer würden erleben, wie der gefeierte Stürmer vor Freude zu einer Holzröhre greift – statt sich in die Arme der Kollegen zu werfen.

Die zahlen dahinter
Mbappé ist 27, hat 46 Länderspieltore erzielt und eine Marktmehrwertsteigerung von 180 Millionen Euro hinter sich. Doch die Flöte ist nicht nur ein Spaßmoment, sondern auch ein PR-Coup. Die Reaktionen auf Instagram knackten die 1,2-Millionen-Gefällt-mir-Marke innerhalb von zwei Stunden. Die Marke „Mbappé“ gewinnt Menschlichkeit, und genau das braucht sie, nachdem seine letzten Transfergerüchte eine gewisse Ermüdung auslösten.

Ein blick auf den pitch
Ob er die Flöte tatsächlich schwingt, hängt von zwei Faktoren ab: erstens vom Spielverlauf gegen Senegal, zweitens vom Mut, sich in der 90+3. Minute lächerlich zu machen. Ich wette auf beides. Denn wer Kylian kennt, weiß: Er liebt das Risiko – und ergibt sich dem Moment, bevor andere analysieren können, was er gerade getan hat.
Am Dienstagabend, 21 Uhr, steht nicht nur Frankreichs Weiterkommen auf dem Spiel, sondern auch die Frage, ob der beste Fußballer der Welt kurzzeitig zur ungeschminktesten Kultfigur avanciert. Die Antwort liefert der Schiedsrichter – und eine kleine Holzflöte.
