Mayulu trifft: psg zertrümmert 30-jahres-rekord der bank-knacker
Ein Schlenzer, ein Knall, ein Reißnagel in die Geschichte. Mit seinem 0:3 in der 88. Minute gegen Chelsea schraubte DésiréMayulu Paris Saint-Germain auf eine Marke, die seit 1999 niemand mehr berührt hatte: zehn Treffer in einer Champions-League-Saison, erzielt von Spielern, die als Joker starteten.
Der zehner kommt aus dem kölner keller
Der alte Rekord hieß Kaiserslautern, Saison 1998/99. Die Pfälzer schossen damals neun ihrer zwölf Tore nach Einwechslung, schafften den Gruppensieg – und flogen im Viertelfinale gegen Bayern raus. PSG hat diesen Wert nun nicht nur überboten, sondern dem Klub auch eine neue Identität verpascht: die der Bank-Brigade, die Spiele spätestens in der Schlussphase in Schlachtfelder verwandelt.
Der Lauf liest sich wie ein Krimi mit vielen Handlungssträngen. Gonçalo Ramos eröffnete mit Doppelschlag gegen Atalanta und Barcelona das Feuerwerk. Ousmane Dembélé legte nach, João Neves traf in München, Khvicha Kvaratskhelia wurde zur Angstgegner-Variante gegen Sporting und Chelsea. Désiré Doué schraubte mit zwei Toren gegen Monaco die Latte höher – und Mayulu lieferte den Schlusspunkt, als Stamford Bridge schon in Tränen schwamm.

Superdepor bleibt auf der strecke
Neben Kaiserslautern rutschte auch der legendäre Superdepor der Saison 2000/01 (acht Joker-Tore) auf Rang drei. Doch die Franzosen sind noch lange nicht satt. Mit Viertel- und Halbfinale vor der Brust droht der Marke zwölf oder dreizehn Treffern keine Grenze – sofern Luis Enrique weiterhin auf die Frische statt auf den Status setzt.
Die Botschaft ist laut: Tiefe zählt mehr als Sternchen. Und wer jetzt noch glaubt, PSG sei nur ein Projekt für Superstars, wurde von Mayulus Linksschuss eines Besseren belehrt. Die nächste Bank-Knallpeng ist nur eine Einwechslung entfernt.
