Matti schmid schlägt in florida ein: 252.000 dollar und ein neuanfang

274 Schläge reichen für Platz neun – und für 252.000 Dollar. Matti Schmid hat in Palm Beach Gardens seine erste Top-10-Platzierung des Jahres gelandet, und das mit dem Selbstvertrauen, das ihm zuletzt gefehlt hatte.

Der herzogenauracher zündet die rückkehr zur form

Der herzogenauracher zündet die rückkehr zur form

Bei 9,6 Millionen Dollar Preisgeld war das Honda Classic ein Fest für die Kolumbianer, aber auch ein Schritt nach vorn für den 28-jährigen Schmid. Nach Runden von 69, 68, 69 und 68 schob er sich ins vordere Feld, während viele Topstars das Wochenende verpassten. Der Par-71-Kurs von PGA National zeigte sich windig, gnadenlos – und trotzdem lieferte Schmid die konstanteste deutsche Vorstellung.

Die Konkurrenz schaute nicht auf Ranglistenpunkte, sondern auf Nico Echavarria. Der Kolumbianer sicherte sich mit 267 Schlägen seinen dritten PGA-Tour-Sieg und damit 1,728 Millionen Dollar. Dahinter: Taylor Moore, Shane Lowry und Austin Smotherman, alle bei 269. Schmid lag fünf Schläge zurück – eine Differenz, die sich in der neuen Saison noch verkürzen kann.

Stephan Jäger flog nach zwei Runden raus. Für Schmid war das Cut-Wochenende dagegen erst der Anfang. Die 252.000 Dollar sind nicht nur Bares, sondern auch Punkte im Kampf um die FedExCup-Playoffs. Nach dem Wechsel auf die US-Tour hatte er zuletzt um Rhythmus gerungen. Florida lieferte nun den Beweis: Das Spiel funktioniert, der Schwung ist zurück.

Die Saison ist lang, aber die ersten neun Plätze zeigen, dass Schmid bereit ist, sich in der Golf-Welt neu zu erfinden. Die nächsten Turniere kommen schneller als ein Pro-V1-Ball auf Downwind-Bahn – und mit jedem Start wächst die Chance, dass aus der Top-10 bald wieder eine Top-5 wird.