Matthäus schlägt alarm: rüdiger und nübel gefährden wm-harmonie!

Die Vorfreude auf die WM in Katar trübt sich. Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler, sieht im deutschen Kader zwei potenzielle Zündschnüre: Antonio Rüdiger und Alexander Nübel. Seine deutliche Kritik richtet sich vor allem gegen den Verteidiger von Real Madrid, dessen Verhalten in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen sorgte.

Rüdiger: ein sicherheitsrisiko für die abwehr?

Matthäus prangerte in seiner Kolumne für die Sport Bild Rüdigers Verhalten scharf an. „Er muss sich bei der WM absolut im Griff haben“, so der 65-Jährige. Der Abwehrspieler habe in der Vergangenheit immer wieder „Dinge gemacht, die Schlagzeilen produziert haben, die man nicht braucht und nicht lesen will.“ Der Vorfall gegen Diego Rico im Ligaspiel gegen Getafe, bei dem Rüdiger dem Gegenspieler das Knie ins Gesicht drückte, ist dabei nur ein Beispiel seiner oft hitzigen Art. Bundestrainer Julian Nagelsmann versuchte, den Vorfall herunterzuspielen, doch Matthäus lässt sich davon nicht beirren. Rüdigers Rolle im Team hat sich zudem verändert; er ist nun lediglich als Backup vorgesehen, was weitere Spannungen auslösen könnte.

Nübel: torwart-feindschaft im dfb-team?

Nübel: torwart-feindschaft im dfb-team?

Doch nicht nur Rüdiger bereitet Sorgen. Auch die Torwart-Situation wirft Fragen auf. Matthäus äußerte sich überrascht über die Nominierung von Alexander Nübel als Nummer drei. „Der dritte Torhüter ist eigentlich auch dafür da, für Harmonie pur zu sorgen“, so der frühere Rekordspieler. Doch die Harmonie scheint in diesem Fall fraglich zu sein. Die angespannte Beziehung zwischen Nübel und Manuel Neuer, die sich bereits nach dem DFB-Pokalfinale zeigte, könnte das Teamgespann belasten. Nagelsmann ist sich des Problems bewusst und hat angeordnet, dass die beiden Rivalen nicht zusammen in einem Doppelzimmer untergebracht werden sollten. Die Rivalität zwischen den beiden Keepern könnte den Teamgeist unnötig belasten.

Nübel, der in den letzten drei Jahren an den VfB Stuttgart verliehen war, hat zudem keine Zukunft beim FC Bayern, wo das Torwart-Trio für die kommende Saison bereits feststeht. Ob er diese Situation mit sich vereinbaren kann und ob er seine Rolle als Nummer drei akzeptiert, bleibt abzuwarten. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Nagelsmann es schafft, die potenziellen Konflikte zu entschärfen und einen geschlossenen Kader zur WM zu führen.

Die WM-Fieber steigt, doch die Schatten der internen Konflikte drohen, die Vorfreude zu trüben. Es liegt an Julian Nagelsmann, die Mannschaft zu stabilisieren und sicherzustellen, dass die Spieler auf dem Platz, nicht außerhalb, ihre Energie investieren.