Mats hummels kritisiert var-einsatz und schlägt reform vor

Hummels fordert strengere kriterien für elfmeter und rote karten

Es ist mittlerweile ein wiederkehrendes Thema zu Beginn jeder neuen Woche: die Diskussion um strittige Entscheidungen des Video Assistant Referee (VAR). Nun hat sich auch Mats Hummels, ehemaliger Spieler des BVB und des FC Bayern, in die Debatte eingeklinkt und einen konkreten Vorschlag zur Reform des VAR-Systems gemacht. Sein Anliegen: Elfmeter und rote Karten sollten nur noch dann vergeben werden, wenn nach Ansicht der Videobilder keinerlei Zweifel an der Entscheidung bestehen.

Auslöser: strittige elfmeterszene in augsburg

Auslöser: strittige elfmeterszene in augsburg

Der Impuls für Hummels’ Äußerung war eine umstrittene Elfmetersituation im Spiel des FC Augsburggegen den FSV Mainz 05. Elvis Rexhbecaj vom FCA traf dabei Stefan Bell von Mainz im Strafraum leicht am Knie. Schiedsrichter Patrick Ittrich entschied sofort auf Strafstoß. Der VAR überprüfte die Szene minutenlang, bestätigte jedoch die Entscheidung des Schiedsrichters, ohne dass dieser vor den Monitor gerufen wurde. Ittrich erklärte später, dass der VAR keinen eindeutigen Kontakt feststellen konnte.

Werner kritisiert „sherlock-holmes-nummern“

Die Kritik am VAR ist nicht neu. Auch RB-Trainer Marco Rose äußerte sich verärgert über die Entscheidungen der Schiedsrichter und bezeichnete die Vorgehensweise als „Sherlock-Holmes-Nummern“. Die anhaltende Kritik zeigt, dass das System in seiner jetzigen Form nicht die gewünschte Akzeptanz findet.

Hummels’ konkreter vorschlag: 100-prozentige sicherheit

Hummels schreibt auf der Plattform „X“, dass die Vorgabe, es müsse sich um eine „klare Fehlentscheidung“ handeln, um eine Korrektur vorzunehmen, gestrichen werden sollte. Stattdessen müsse man sich bei der Vergabe von Elfmetern oder roten Karten „immer 100 Prozent sicher sein“. Sobald es Zweifel gibt, sollten weder Platzverweise noch Strafstöße verhängt werden, da diese Situationen spielentscheidend sein können, so der Weltmeister von 2014.

Bundesligaspieltag als negativbeispiel

Der jüngste Bundesliga-Spieltag hat die Schwächen des VAR einmal mehr deutlich gemacht. Knapp neun Jahre nach der Einführung des Systems in der Bundesliga steht dessen Effektivität in der Kritik. Der Fall Augsburg-Mainz ist nur ein Beispiel für viele strittige Szenen, die in den vergangenen Wochen und Monaten für Diskussionen gesorgt haben.

Ittrich räumt fehler ein: „ist eher dünn“

Auch Schiedsrichter Patrick Ittrich selbst räumte nach dem Spiel ein, dass die Entscheidung „eher dünn“ gewesen sei. Diese Offenheit zeigt, dass auch die Schiedsrichter selbst die Schwierigkeiten bei der Anwendung des VAR-Systems erkennen. Es bleibt abzuwarten, ob die Kritik zu einer umfassenden Reform des VAR führen wird. Die Forderung nach mehr Transparenz und eindeutigeren Kriterien ist laut und deutlich.

Weitere aktuelle nachrichten aus der bundesliga

  • Kompany äußert sich zu viraler Szene mit Karl: „Wenn ich Zeichen von Arroganz sehe…“
  • Eberl ordnet das Thema Kane ein: „Habe gesagt, wir reden“
  • Machtkampf beendet: Schicker bleibt Sportchef in Hoffenheim
  • Bericht: Sechs BVB-Leistungsträger könnten den Verein im Sommer verlassen