Mateta krönt crystal palace: historischer triumph in der conference league!
Ein Name hallte im Red Bull Arena lauter als jeder Schlachtruf: Jean-Philippe Mateta. Der französische Stürmer, dessen Karriere so manche Wendung genommen hat, besiegelte mit seinem Treffer gegen Rayo Vallecano den ersten europäischen Titelgewinn für Crystal Palace – die Conference League. Ein Triumph, der so unerwartet wie verdient ist.
Der fast vergessene held von selhurst park
Nur wenige Monate zuvor wurde Mateta noch ausgepfiffen, nachdem ein Wechsel zum AC Milan in letzter Sekunde geplatzt war. Ein medizinischer Check hatte eine alte Knieverletzung aufgedeckt, die die Rossoneri vor eine Zwangspause stellte. Palace reagierte prompt und verpflichtete Jørgen Strand Larsen, doch der Däne konnte die entstandene Lücke nicht sofort schließen. Mateta, der selbst mit einer möglichen Operation konfrontiert war, kämpfte sich zurück – mental wie physisch. „Es war nicht einfach. Es gab viele Phasen. Ich war verletzt. Ich dachte, man würde mich operieren… aber das ist nicht passiert“, so der Franzose.

Von milan zu wembley: ein unglaublicher weg
Die Geschichte von Mateta liest sich wie ein Drehbuch. Ein Wechsel zum glamourösen AC Milan, der in letzter Sekunde scheitert. Die Verpflichtung eines Nachfolgers. Und dann, die Rückkehr in die erste Mannschaft, die Überwindung von Zweifeln und die Krönung mit dem Conference-League-Titel. Seine Treffer in den K.O.-Runden gegen Fiorentina und Shakhtar Donetsk waren bereits Vorboten eines großen Finales. Gegen Rayo Vallecano war es dann soweit: Nach einem Abpraller von Batalla vollstreckte Mateta zum 1:0 – ein Moment, der für immer in die Vereinsgeschichte eingehen wird.

Mehr als nur ein tor: die mentale stärke eines kämpfers
Mateta ist mehr als nur ein Torjäger. Er ist ein Kämpfer, der Rückschläge verkraftet und stärker daraus hervorgeht. Erinnert man sich an das brutale Foul des Millwall-Keepers Liam Roberts, das ihm 25 Stiche benötigte, oder an die darauffolgende Zeit mit einem Schutzkopf, so wird deutlich, welche Strapazen der Stürmer in den letzten Monaten über sich ergehen lassen musste. „Ich hatte mir das Ohr fast abgerissen, der Chirurg hat es mir nicht gezeigt“, gestand er.
Die fans feiern ihren helden
Die Buhrufe von Selhurst Park sind längst vergessen. „Ich stehe immer mit den Fans. Sie unterstützen mich und das Team. Wir haben das für sie getan“, erklärte Mateta nach dem Spiel. Und tatsächlich, die Fans feierten ihren Helden wie einen Gott. Denn Mateta hat bewiesen, dass man auch nach schweren Zeiten wieder aufstehen und Großes erreichen kann.
Die Frage, ob es bessere Stürmer gibt, sei dahingestellt. Aber eines ist sicher: Crystal Palace hat mit Jean-Philippe Mateta einen Kämpfer und einen Sieger im Team, der sich mit Sicherheit in den kommenden Jahren noch einmal beweisen wird. 'Mateta ist im Raum', und das ist gut so.
