Matarazzo will real trotz pokalsieg nicht bremsen: champions-league-jagd bis zum abpfiff
Pellegrino Matarazzo schmeißt die Handbremse raus. Zwei Tage nach dem Pokalsieg in Sevilla stand der US-Amerikaner vor den Mikros und erklärte, dass für Real Sociedad erst der fünfte Platz zählt – egal, ob die Champions League dort wirklich wartet oder nicht.
„Wir wollen oben landen, punkt“
Die Rechnung ist simpel: Wer den Cup gewinnt, ist automatisch für die Europa League qualifiziert. Matarazzo aber will mehr. „Wir wollen stark enden, unseren Weg nicht in den letzten Spielen verlieren. Wenn die fünfte Position kein Champions-League-Ticket bringt, ist das so – aber wir haben trotzdem Hunger“, sagte er. Die Botschaft: Keine Siegesfeier-Rückkehr, keine Sommermüdigkeit. Vollgas bis Spieltag 38.
Dabei muss er personell tricksen. Gonçalo Guedes und Robert Karrikaburu fallen mit Bänderrissen im Sprunggelenk aus. Petar Sucic laboriert an der Knieinnenseite, humpelte schon gegen Getafe nicht mit. Die einzige gute Nachricht lieferte der Verband: Die fünfte Gelbe von Caleta-Car wurde nachträglich gestrichen – der Verteidiger darf im Vallecas laufen.

Rayo-fluch? „lösungen gibt’s immer“
Der Gegner wartet mit Hausmacht. Rayo Vallecano kassierte in 16 Heimspielen nur elf Gegentore – zwei Niederlagen stehen in der Statistik. Matarazzo kennt die Zahlen, schert sich wenig. „Ihr Stil, das Stadion, die Transitionsgeschwindigkeit – das macht sie stark. Aber es gibt immer ein Performance-Level, das wir abrufen können.“ Als Blaupause dient ihm die zweite Hälfte gegen Getafe: hohes Pressing, schnelle Umschaltmomente, gnadenlose Chancenverwertung. „Wenn wir so starten, gewinnen wir auch in Vallecas.“
Die Woche war intensiv: 120 Minuten Finale, Elfmeterschießen, zwei Tage feiern, dann zurück auf dem Trainingsplatz. Elf Akteure hatten zuvor noch nie zusammengespielt. „Es braucht Minuten, um reinzukommen – aber dass wir danach besser wurden, zeigt den Charakter“, analysierte Matarazzo. Er selbst hat das 0-1 der Hinrunde nicht noch einmal angesehen. „Das war ein anderes Team. Wir sind weiter.“
Real liegt aktuell auf Rang sieben, vier Punkte hinter Betis Platz fünf. Noch sind fünf Spiele zu vergeben. Matarazzo will kein „Wenn“ mehr hören. Für ihn zählt nur das „Wie“. Und das lautet: mit Vollgas bis zur Zielgeraden.
