Matarazzo setzt oyarzabal vor copa-finale außer gefecht – alarmstufe rot bei real

Mikel Oyarzabal stand nicht mal mehr zum Aufwärmen bereit. 90 Minuten lang saß der Kapitän in der Kutxa-Bank, die Blickkontakte mit Pellegrino Matarazzo wurden immer seltener. Die Botschaft ist klar: Real Sociedad riskiert vor dem Pokal-Endspiel am Samstag in Sevilla nichts – nicht einmal die Gesundheit ihres Anführers.

Warum oyarzabal nicht mal eintrat

Matarazzo hatte schon am Freitag angekündigt, jeden Spieler mit „erhöhtem Verletzungsrisiko“ zuhause zu lassen. Am Ende blieb Gonçalo Guedes zumindest 45 Minuten draußen, doch der Portugiese kam nach der Pause – und Oyarzabal gar nicht. „Er ist nicht bei 100 Prozent“, sagte der Trainer nach dem 0:0 gegen Alavés. Die Worte klangen wie ein Euphemismus. Der Rechtsfuß hatte sich nach dem Levante-Spiel „zusätzliche Müdigkeit“ eingefangen, hieß es intern. Seitdem Trainingsreduktion, keine Ballstafette, kein Sprinttest.

Die Chronologie ist brisant: Sonntag kein Mannschaftstraining, Montag frei, Dienstag Rückkehr nach Zubieta. Dort wird jede Kamera auf Oyarzabal fixiert sein. Wenn er dann nicht in der Vollgruppe steht, schlägt die Stunde der Zweifel. Real braucht seine Tore (13 in 2024), aber vor allem seine Aura. Ohne ihn wirkt die Angriffsreihe wie ein offenes Geheimnis – jeder Gegner kennt die Lösung.

Guedes und barrenetxea teilen sich das feld

Guedes und barrenetxea teilen sich das feld

Die Halbzeitrotation war kein Zufall. Barrenetxea durfte die erste Hälfte zeigen, dass er linkes Überraschungsmoment bleibt; Guedes übernahm die zweite und schoss sofort zwei Warnschüsse. Beide kommen Samstag infrage, doch die Rangfolge hängt nun vom medizinischen Report ab. Der Klub schweigt bislang, doch die Gerüchteküche brodelt bereits: Oyarzabal habe eine leichte Oberschenkelblessur, hört man aus Umkleidekreisen. Das wäre keine Katastrophe – aber drei Tage vor einem Finale reicht auch eine kleine Sorgfaltsfrist, um eine große Träume zu beenden.

Atlético wartet mit Griezmann und Morata auf, beide topfit. Matarazzo muss jetzt entscheiden: Soll er den Captain zur Not mit Schmerzmitteln aufbieten und riskieren, dass er nach 20 Minuten ausfällt? Oder vertraut er auf Guedes und Barrenetxea, um dann eventuell in der Verlängerung auf Oyarzabal zurückzugreifen? Die Antwort kommt am Dienstag – und sie wird das ganze Baskenland mitfiebern lassen.