Matanovic schlägt doppelt zu: freiburg dreht spiel in hamburg
Ein Abstauber, ein Billard-Tor – und ein ehemaliger Liebling, der sich zurückhält. Igor Matanovic schoss den SC Freiburg am 27. Spieltag mit zwei Treffern zum 2:1-Sieg beim FC St. Pauli und sorgte damit für einen herben Rückschlag im Abstiegskampf der Hanseaten.
St. pauli führt verdient, verliert aber den faden
Die Kiezkicker begannen engagiert und dominierten die erste Halbzeit. Daniel Sinani brachte die Gastgeber in der 24. Minute nach einer Ecke verdient in Führung. Doch nach der Pause verloren sie die Kontrolle. Freiburg erhöhte den Druck, St. Pauli wirkte plötzlich passiv und fehleranfällig.
Die Wende begann mit einem Glückstreffer: Ein abgefälschter Schuss landete an Matanovics Oberschenkel und senste sich unhaltbar im Tor ein (65.). Dreizehn Minuten später nutzte der Stürmer einen Patzer von Keeper Nikola Vasilj nach einem harmlosen Schuss und schob zum Sieg ein.

Matanovic ehrt seinen ex-verein – mit toren, nicht mit jubel
Beide Male verzichtete Matanovic auf Jubelgesten. „Ich habe 13 Jahre für St. Pauli gespielt, deshalb habe ich großen Respekt“, sagte er nach dem Spiel. „Aber es war wichtig, dass wir mit diesem Gefühl in die Länderspielpause gehen.“
Der Sieg bringt Freiburg näher an die internationalen Plätze heran. St. Pauli dagegen bleibt auf dem Relegationsplatz stehen – mit nur noch sieben Spielen bis zum Saisonende.

Was jetzt? st. pauli muss gegen union liefern
Nach der Pause geht es für St. Pauli zum nächsten Schlüsselspiel: am Sonntag bei Union Berlin. Freiburg empfängt zeitgleich den FC Bayern. Für die Hamburger wird es eng. Die Luft wird dünner – und die Zeit läuft ab.
