Martí stürmt nach asien: kann er in china und japan überraschen?

Pepe Martí, der Shootingstar der Formel E, startet mit Hochdruck in die Asien-Reihe des Rennkalenders. Nach seinem ersten Podium in Monaco will der junge Spanier in China und Japan nachlegen – ein ambitioniertes Ziel, angesichts der Herausforderungen, die auf ihn zukommen.

Ein unbekannter kurs in sanya: hitze und reifenstrategie entscheidend

Der erste Stopp ist die chinesische Insel Sanya, ein völlig neues Terrain für Martí. "Es ist ein interessanter Kurs“, so der CUPRA-Pilot. “Er hat einen guten Fluss und unterbricht nicht den Rhythmus zwischen den Kurven. Es ist ein lustiger Kurs.“ Doch die Hitze, die sengende Sonne und die hohe Luftfeuchtigkeit werden eine enorme Belastung darstellen. Martí erwartet ein extremes Wochenende für Fahrer und Material. Besonders die Reifen werden eine Schlüsselrolle spielen. "Wenn die Reifen degradieren, habe ich es bisher gut gemacht. Hier müssen wir sehr viel daran arbeiten.“ Die Reifentemperatur könnte den Unterschied ausmachen.

Martí ist zwar vom Podium in Monaco beflügelt, möchte aber nicht in alte Muster verfallen. “Das Podium ist ein gutes Ergebnis, aber wir machen weiter wie bisher. Es ist eine kontinuierliche Arbeit in jedem Rennen und jedem Wochenende. Die Geschwindigkeit ist da, wir haben gute Arbeit geleistet, und deswegen kommen die Ergebnisse. Wir sehen, was hier passiert, auf einer Strecke, die für fast alle neu ist.“

Kurzer besuch bei alonso: zukunftsaussichten im fokus

Kurzer besuch bei alonso: zukunftsaussichten im fokus

Im Anschluss an das Rennen in Monaco war Martí kurzzeitig bei den Testfahrten von Fernando Alonso in Montmeló dabei, wo er mit Red Bull aktiv war. Als Fahrer, der von der gleichen Agentur, A14 Management, vertreten wird wie Alonso, war die Frage nach dessen Zukunft bei Aston Martin unausweichlich. "Ich habe ihn kurz getroffen. Niemand mag es, wenn Fernando leidet, und er ist immer noch auf sehr hohem Niveau. Ich hoffe, er wird weitermachen. Die endgültige Entscheidung liegt bei ihm.“

Martí steht nun vor einer neuen Herausforderung: einem unbekannten Kurs. Doch er setzt seine Entwicklung fort und nähert sich zunehmend den etablierten Größen der Formel E. Die Unterschiede in einem so hart umkämpften Feld sind gering, doch man sieht, wer das Maximum aus dem Material herausholen kann. “Hier sind alle sehr gute Fahrer. Wenn man in der Nähe von erfahrenen Piloten ist, sieht man, wie sie Entscheidungen treffen und weniger zögern. Die Erfahrung spielt eine große Rolle.“

Martí hat in den letzten Rennen immer wieder mit cleverer Energieverwaltung und Reifenstrategie überzeugt und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Horner nannte ihn bereits den intelligentesten Fahrer im Feld, und nun interessieren sich auch andere Teams für seine Leistungen. “Ich konzentriere mich aufs Fahren. Alles rund um die Teams überlasse ich A14. Ich bin sehr glücklich bei Cupra Kiro und im Dezember werden wir sehen, wo ich stehe.”

Die Asien-Reihe ist für Martí mehr als nur eine weitere Etappe der Saison. Sie ist eine Chance, sich gegen die Crème de la Crème der Formel E zu beweisen und seine Ambitionen untermauern. Die Rennen in Sanya, Zhuhai, Tokio und Osaka werden zeigen, ob er sein Potenzial voll ausschöpfen kann.