Márquez übernimmt: mexikos fußball-zukunft in seinen händen
Nach einer turbulenten Ära
unter Javier Aguirre übernimmt Rafael Márquez das Ruder der mexikanischen Nationalmannschaft. Der ehemalige Weltklasse-Mittelfeldspieler soll ab Juni die „El Tri“ in die nächste Phase führen – und das vor dem Hintergrund anstehender Weltmeisterschaftsspiele.Ein vertrautes gesicht an der seitenlinie
Márquez ist dem Team nicht fremd. Seit 2024 assistiert er bereits Aguirre als Co-Trainer. Die nahtlose Integration dürfte daher gelingen. Sportdirektor Duilio Davino bestätigte die Verpflichtung und gab bekannt, dass der Vertrag bereits unterzeichnet ist. „Der Trainerstab ist zu 80 Prozent komplett“, so Davino gegenüber „Fox Sports“.
Ein weiterer Name, der in der Diskussion ist, ist Andrés Guardado. Der ehemalige Leverkusener, der seine Karriere im vergangenen Jahr beendete, könnte als Assistent Márquez zur Seite stehen. Davino betonte jedoch, dass die Entscheidung noch nicht feststeht und Guardado selbst am liebsten darüber sprechen würde. Die Möglichkeit besteht allemal – und das wäre eine Bereicherung für das Team.
Márquez’ Trainerkarriere begann 2022 mit der Verantwortung für die zweite Mannschaft des FC Barcelona in der dritten spanischen Liga. Dort konnte er bereits Erfahrungen sammeln und seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Seine Zeit als Spieler beim FC Barcelona von 2003 bis 2010 war geprägt von Erfolg: vier Meistertitel und zwei Champions-League-Triumphe zieren seine Bilanz.
Der 47-Jährige kann auf eine beeindruckende Karriere als Nationalspieler zurückblicken. Mit 147 Einsätzen gehört er zu den Spielern mit den viertmeisten Spielen für Mexiko. Fünf Weltmeisterschaften hat er bestritten, meist als Kapitän das Team angeführt. Davino beschreibt Márquez als einen Mann, der sich sowohl auf als auch neben dem Platz wandelt. „Rafa hat abseits des Spielfelds eine ganz eigene Persönlichkeit, aber heute, als Trainer und Co-Trainer, ist er genau so wie damals als Spieler: In der Umkleidekabine und auf dem Spielfeld verwandelt er sich.“
Bei der anstehenden Weltmeisterschaft in Gruppe A trifft Mexiko auf Südafrika, Südkorea und Tschechien. Aguirre scheiterte in den vergangenen Weltmeisterschaften stets an der Schwelle zum Achtelfinale. Márquez soll nun frischen Wind in das Team bringen und den Weg für eine erfolgreiche Zukunft ebnen. Die Erwartungen sind hoch, die Herausforderung groß. Aber mit Márquez an der Seitenlinie scheint Mexiko eine echte Chance zu haben, das Turnier zu einem Erfolg zu führen.

Die bilanz von aguirre: ein kapitel geht zu ende
Javier Aguirre verlässt die Nationalmannschaft nach einer Ära, die von Höhen und Tiefen geprägt war. Seine Amtszeit endete, wie so oft zuvor, am Rande der großen Bühne. Drei Mal schaffte er es unter ihm zumindest ins Achtelfinale. Ein Erfolg, der nun von Márquez wiederholt werden soll. Die Zeit wird zeigen, ob der neue Trainer die notwendige Konstanz und das taktische Geschick besitzt, um Mexiko zu neuen Erfolgen zu führen.
