Marokko kassiert titel nachträglich: caf löst fan-krieg aus
Sie dachten, der Afrika-Cup sei vorbei. Dann flatterte gestern Abend die Bombe ins Büro von Senegals Verband: Der Titel ist annulliert, Marokko steht als neuer Champion fest. Die Begründung klingt wie ein schlechter Scherz – doch die Folgen sind bitterernst.
Der skandal, der kein ende nimmt
Der 35. Afrika-Cup endete am 14. Januar mit einem 2:1 für Senegal. 63 Tage später revidiert die CAF das Ergebnis. Grund: Ein Ersatztorwart habe beim Platzverlassen nach einem Fan-Zwischenfall „die Ehre des Spiels verletzt“. Paragraph 82, drei Tore Abzug, Titel weg.
Die Senegalesen empören sich. Kein Wunder. Schon vor dem Finale kollabierten drei Profis mit Symptomen einer Lebensmittelvergiftung. Im Stadion attackierten marokkanische Ballkinder Keeper Yehvann Diouf, der mit bloßen Händen sein Handtuch verteidigte. Die CAF schmetterte damals den offiziellen Protest ab – und lässt ihn jetzt doch gelten.

Warum der ruf der caf jetzt brennt
Willkür nennt das ein Völkerrechtler. Ein gefährliches Spiel, sagte ich sofort. Denn wer zwei Monate schweigt, dann aber zurückpfiff, wirft nicht nur Regelwerke über den Haufen, sondern zündelt an den ethnischen Ressentiments, die zwischen Maghreb und Westafrika ohnehin brodeln. Nach dem Finale gab es Ausschreitungen in Paris, Dakar, Casablanca. Die neue Entscheidung schüttet Benzin ins Feuer.
Senegal kündigt den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS an. Sollte der Titel bestätigt bleiben, droht Afrika ein Verbandsbürgerkrieg: Boykotte, Geisterspiele, vielleicht sogar ein zweiter Split, ähnlich der Boxing-Ära der 1980er.

Die gewinner sind keine
Marokko feiert im Internet mit Hashtags, doch selbst dort klingt die Freunde verkrampft. Wer will schon ein Trophäe, die nachts heimlich ins Regal gestellt wurde? Die Spieler selbst schweigen. Trainer Regragui soll intern gesagt haben: „Lieber viermal Finalverlierer als einmal so gewinnen.“
Die CAF selbst liefert das nächste Eigentor. Ihre Offizielle Begründung besteht aus gerade einmal 112 Wörtern. Kein Wort der Reue, kein Hinweis auf Videoanalysen, keine Transparenz. Stattdessen kursiert ein internes Memo, das die TV-Einnahmen aus Marokko als „finanziell essentiell“ bezeichnet. Die Quelle will anonym bleiben – aus Angst um ihr Leben.
Fazit: Der Afrika-Cup 2025 hat zwei Sieger und doch keine. Die Trophäe steht in Rabat, die Herzen schlagen in Dakar. Und die CAF? Die hat sich selbst abgestraft. Ihr Ruf wird Jahre brauchen, um diese Nacht wettzumachen. Der Kontinent aber wird weiterspielen – nur eben ohne Glauben an die Unbestechlichkeit seiner Herren.
