Maria kämpft sich ins halbfinale – ostapenko zum finale?

Eastbourne – Tatjana Maria, die 38-jährige Routinierspielerin aus Bad Saulgau, hat erneut bewiesen, dass mit ihr zu rechnen ist. Im Viertelfinale des Rasenturniers in Eastbourne bezwang sie die Tschechin Tereza Valentová und trifft nun im Halbfinale auf Jelena Ostapenko. Ein Sieg gegen die Lettin würde ihr den Einzug ins Finale und damit eine Rückkehr unter die Top 100 der Weltrangliste ermöglichen.

Maria findet zurück zu alter stärke

Maria findet zurück zu alter stärke

Das Match gegen Valentová war keineswegs ein Spaziergang. Maria geriet im ersten Satz kurzzeitig in Rückstand, nachdem sie eine 4:0-Führung verspielt hatte. Doch die erfahrene Spielerin zeigte ihre mentale Stärke und kämpfte sich zurück ins Spiel. Ihre Aufschlagprobleme konnte sie im Verlauf des Matches deutlich reduzieren, und die Konzentration in entscheidenden Momenten war beeindruckend. Der 6:3, 7:5-Sieg ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Maria auf Rasen immer noch zu den besten Spielerinnen der Welt gehört.

Die Begegnung mit Jelena Ostapenko verspricht Spannung. Die Lettin, ehemalige French Open-Siegerin und Wimbledon-Halbfinalistin, ist eine taffe Gegnerin. Maria kennt ihre Stärken und Schwächen und wird alles daran setzen, ihren Angriff auf den Finaleinzug erfolgreich zu gestalten. Die Erinnerungen an ihren Triumph im Londoner Queen’s Club im vergangenen Jahr sind noch frisch – ein Beweis für ihr Können auf dem Rasen.

Die Weltrangliste mag aktuell nicht ihre Leistungen widerspiegeln, doch Maria beweist mit jedem gewonnenen Match, dass sie noch lange nicht abgeschrieben werden kann. Die Fans dürfen gespannt sein, ob sie ihren Weg an die Spitze fortsetzen und erneut für Furore sorgen wird – ein Comeback in den Top 100 ist dank ihrer aktuellen Form durchaus realistisch. Aber zuerst gilt es, Ostapenko zu bezwingen und den Traum vom Finaleinzug am Leben zu erhalten.