Maradona vs. puskás: warum der 'hand gottes' leer blieb
Die Fußballwelt ist sich einig: Tore sind das Salz in der Suppe. Jeder Spieler träumt davon, das Netz zu treffen. Doch manche Tore sind mehr als nur Treffer – sie werden zu Legenden, zu unvergesslichen Momenten, die für immer in Erinnerung bleiben. Der Treffer von Maradona gegen England im Jahr 1986 gehört zweifellos dazu. Aber er ist nicht das einzige Tor, das in die Annalen des Fußballs einging. Und er ist auch nicht das einzige, das eine Auszeichnung erhielt.
Das puskas-erbe: ein preis für einzigartigkeit
Es mag überraschen, aber der legendäre Maradona-Moment ging leer aus, als es um den FIFA Puskas-Preis ging, der an das schönste Tor des Jahres vergeben wird. Warum? Die Antwort ist simpler als man denkt: Die Auszeichnung existierte schlichtweg nicht, als Maradona seinen magischen Moment hatte. Erst 2009 führte die FIFA diesen Preis ein, um die außergewöhnlichsten Treffer zu würdigen. Es ist also ein Zusammentreffen von Zeit und Umständen – Maradona schoss sein Tor vor der Einführung des Preises.
Das Tor von James Rodríguez im WM-Spiel 2014 gegen Uruguay hingegen war das erste, das den Puskas-Preis gewann. Ein wahres Kunstwerk, bei dem der Ball erst mit der Brust elegant kontrolliert und dann mit einem präzisen, unhaltbaren Rechtsschuss unter die Latte befördert wurde. Ein Moment purer Brillanz, der die Fußballwelt in Staunen versetzte und ihm den Titel als das schönste Tor der Welt einbrachte. Das Tor markierte nicht nur einen wichtigen Sieg für Kolumbien, sondern katapultierte Rodríguez auch in den Fokus der europäischen Top-Clubs – ein Wechsel zum Real Madrid folgte kurz darauf.
Die Kriterien für den Puskas-Preis sind dabei klar definiert: Schönheit des Tores, Bedeutung des Spiels (nur Länderspiele und Top-Klubspiele), keine Glückstreffer oder Fehler der Abwehr und natürlich: Fairplay. Ein Tor wie das von Maradona mit der Hand würde diese Kriterien nicht erfüllen, so sehr es auch ikonisch ist.

Neue herausforderer: wer könnte 2026 den puskas-preis gewinnen?
Die Fußballwelt ist voller Magie, und jedes Jahr entstehen neue, atemberaubende Tore. Driss El Jabli mit seinem Rabona-Tor aus der Distanz, Arda Güler mit seinem unglaublichen Distanzschuss und Alejandro Piedrahita mit seiner spektakulären Flugkopfball-Aktion sind nur einige der Kandidaten, die in diesem Jahr um den Puskas-Preis kämpfen. Die WM 2026 verspricht weitere unvergessliche Momente. Werde eines davon Geschichte schreiben und den begehrten Preis erringen?
Es bleibt spannend. Denn eines ist sicher: Solange es Fußball gibt, wird es auch atemberaubende Tore geben, die uns den Atem rauben und uns daran erinnern, warum wir dieses Spiel so lieben. James Rodríguez hat den Anfang gemacht – und die Latte liegt hoch. Aber die Kunst des Toresschützens kennt keine Grenzen.
