Mantova: piccoli plant die segel nach eigenem kurs – verkaufstabs sind geschichte!
Mantova – Filippo Piccoli, der charismatische Eigentümer des lombardischen Fußballclubs, hat in einem klaren Statement deutlich gemacht: „Der Mantova gehört mir, und ich verwalte ihn. Wir müssen nicht verkaufen, wir müssen wachsen.“ Seine Vision ist ambitioniert und markiert einen deutlichen Wandel in der Vereinsführung.

Neuausrichtung unter piccoli: eigenverantwortung und kontinuität
Die Absetzung von Sportdirektor Rinaudo, obwohl seine Arbeit im Januar durchaus positiv zu bewerten war, unterstreicht Piccolis Wunsch nach direkter Kontrolle. „Rinaudo wollte maximale operative Freiheit, aber das ist hier nicht möglich und entspricht auch nicht meiner Denkweise“, erklärt der Unternehmer. Stattdessen setzt er auf eine schlanke Struktur, ähnlich wie sein Energieversorgungsunternehmen Synergie, wo acht Personen über Entscheidungen treffen. Er selbst, so Piccoli, investiere 20 Stunden täglich in den Verein – ein Beweis seiner Leidenschaft und seines Engagements.
Die Berufung von Brutti zum neuen Manager und die Bestätigung von Trainer Modesto sind dabei keine Zufälle. Piccoli betont die Notwendigkeit einer „familiären“ Führung, die auf Kontinuität und den Stärken des Trainers aufbaut. „Ich schätze Modesto sehr, und wir haben gemeinsam diesen Weg gewählt, um weiter zu wachsen, auch in einem schwierigen Umfeld wie der Serie B.“
Die Eigentümerlandschaft im Wandel: Während immer weniger italienische Vereine in den Händen ihrer ursprünglichen Eigentümer verbleiben und ausländische Investoren Einzug halten, sieht Piccoli einen entscheidenden Unterschied in den zwischenmenschlichen Beziehungen. „Fonds sind in Rom oder Mailand vielleicht sinnvoll, aber hier in Mantova nicht. Wir wollen auch gegen diese Realitäten bestehen.“
Die Ära Piccoli erinnert an die goldenen Zeiten des Vereins unter Fabrizio Lori, einer Zeit, in der Mantova für Stabilität und Erfolg stand. „Es gab in der Vergangenheit genug Chaos hier in Mantova. Ich denke, ich habe mit Fakten bewiesen, dass wir das vermeiden“, so Piccoli. Sein Ziel sei es, das zu erreichen, was er auch in seinem Unternehmen leistet: eine effiziente Organisation, die stetig wächst.
Nach zwei erfolgreichen Rettungen in der Serie B bedeutet „wachsen“ für Piccoli mehr als nur das Klassenziel. Es bedeutet, Spieler zu entwickeln, die Infrastruktur zu verbessern und die Unterstützung der Stadt zu gewinnen. „Mantova hat immer unterstützt, aber es gibt noch viel Luft nach oben – sowohl bei den Unternehmen als auch bei der Fanschar.“
Die Verpflichtung von Brutti, einem Mann, den Piccoli seit vielen Jahren kennt, zeugt von Vertrauen und einer gemeinsamen Vision. „Er hat im Scouting beim Verona gearbeitet und versteht, was in Mantova notwendig ist. Er arbeitet eng mit Modesto zusammen, und daraus entsteht ein schöner Weg.“
Ein Angebot aus dem Ausland für Bragantini wurde abgelehnt. „Wir müssen nicht verkaufen, wir müssen wachsen“, bekräftigt Piccoli. Gliozzi sei ein vielversprechender Neuzugang und passe gut zu Modestos Spielphilosophie, die eine deutliche Abkehr von der Taktik des Vorgängers Possanzini darstellt.
Das Derby gegen Verona wird für Piccoli, einen gebürtigen Veroneser, eine besondere emotionale Bedeutung haben. „Es ist unbestreitbar. Ich bin in Verona geboren, lebe und arbeite dort. Das Derby ist eine große Freude, denn ich habe mit Mantova in der Serie D angefangen, während Verona in der Serie A spielte – wo ich sie unbedingt sehen wollte.“
Die Serie B verspricht ein spannendes Derby-Jahr mit Verona, Vicenza, Padova, Cremona und Modena. „Das Niveau hat sich im Vergleich zum letzten Jahr erhöht.“
