Mallorca-stars im wm-duell: jubel und enttäuschung!
Ein Auftakt, der unterschiedlicher kaum sein könnte: Während Johan Mojica sein WM-Debüt für Kolumbien mit einem Sieg krönte, musste Samú Costa als Mitglied des portugiesischen Teams eine bittere Nullnummer hinnehmen. Die ersten Spiele des Turniers offenbaren bereits die unterschiedlichen Rollen, die die beiden Profis des FC Mallorca im internationalen Rampenlicht spielen.
Mojica festigt seinen status als schlüsselspieler
Johan Mojica, der Linksverteidiger Kolumbiens, zeigte eine beeindruckende Leistung gegen Usbekistan. 90 Minuten lang sicherte er die linke Seite und trug maßgeblich zum 3:1-Erfolg bei. Für Mojica ist dies bereits die zweite WM, in der er Einsatzzeit sammelt. Erinnern wir uns an Russland 2018, wo er in allen vier Spielen zum Kader gehörte und mit Kolumbien knapp am Einzug ins Viertelfinale scheiterte. Unter dem neuen Nationaltrainer Néstor Lorenzo hat sich Mojica als feste Größe etabliert – eine Bestätigung, die er bereits bei der Copa América 2024 erhielt, wo er eine tragende Rolle spielte, obwohl sein Team knapp an einem Titel gegen Argentinien scheiterte.
Die Leistung von Mojica unterstreicht seine wachsende Bedeutung sowohl für sein Land als auch für den FC Mallorca. Seine Konstanz und sein Engagement machen ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Teams.

Costa wartet geduldig auf seine chance
Für Samú Costa hingegen verlief der WM-Start weniger glücklich. Obwohl er im portugiesischen Kader stand, blieb er beim 1:1-Unentschieden gegen die Demokratische Republik Kongo ohne Einsatz. Roberto Martínez, der portugiesische Nationaltrainer, entschied sich für Vitinha, João Neves und Bruno Fernandes im zentralen Mittelfeld – eine Konstellation, die Costa vorerst außen vor lässt. Die Konkurrenz im portugiesischen Mittelfeld ist immens, und Costa muss sich geduldig auf seine Chance zurückbesinnen.
Obwohl Costa in der laufenden Saison für den FC Mallorca mit sieben Toren als zweitbester Torschütze brilliert hat und seine Torinstinkte unter Beweis gestellt hat, ist die portugiesische Offensive derzeit schlichtweg zu gut besetzt. Er ist ein Soldat, der mit Leidenschaft und Defensivstärke überzeugt, doch gegen die Demokratische Republik Kongo lag der Fokus klar auf Offensive.
Es bleibt abzuwarten, ob sich für Costa im weiteren Verlauf des Turniers eine Möglichkeit ergeben wird, sein Können zu zeigen. Sein Engagement und seine Vielseitigkeit könnten aber durchaus noch von Nutzen sein, besonders wenn das Spielverlauf eine andere Taktik erfordert.
Die unterschiedlichen WM-Erlebnisse von Mojica und Costa zeigen, wie unterschiedlich die Karrierewege von Fußballprofis verlaufen können. Während der eine im Rampenlicht steht, muss der andere geduldig auf seine Chance warten – ein Spiegelbild des oft unberechenbaren Sports.
