Mallorca: deutsche seglerin kämpft um podiumsplatz im princess sofía trophy
Die Sonne Mallorcas scheint auf ein spannendes Mittelfeld im 55. Trofeo Princesa Sofía, wo deutsche Seglerinnen und Segler um die besten Positionen kämpfen. Während Jordi Xammar und Marta Cardona im 470er Mixed-Boot die Spitze übernommen haben, liefern Maru Scheel und Freya Feilcke im 49erFX den Spaniern einen heißen Atem.
Turbulente tage auf dem wasser
Die dritte Wettkampftage, die gleichzeitig den Beginn der Finalrennen für die 470er darstellte, wurde von starkem Nordostwind am Morgen geprägt, der im Laufe des Tages allmählich abflaute. Xammar und Cardona präsentierten eine Achterbahnfahrt mit einem ersten Platz, einem enttäuschenden 13. Platz und einem zweiten Platz, die ihnen die vorläufige Führung zurückbrachte. Die Franzosen Matisse Pacaud und Lucie de Gennes liegen nun drei Punkte zurück, während die italienischen Hoffnungsträger Elena Berta und Giulio Calabrò den dritten Rang belegen.
“Es war ein guter Tag, den wir sehr genossen haben,” so Xammar nach dem Rennen. “Die starken Windbedingungen lagen uns gelegen. Nach einem wichtigen Debrief am Vortag, bei dem wir unsere Schwächen analysierten, konnten wir heute die notwendigen Anpassungen vornehmen. Der Sieg in einer der Wertungen ist natürlich eine große Motivation.” Cardona ergänzte enthusiastisch: “Wir lieben es, bei starkem Wind zu segeln. Es war ein toller Tag auf dem Wasser!”

Deutsche frauen im 49erfx-duell
Im 49erFX-Bereich glänzten Paula Barceló und María Cantero mit einem ersten und einem 17. Platz (mit Abwurf), die ihnen die Tabellenführung einbrachte. Ihre ärgsten Verfolgerinnen sind die Deutschen Maru Scheel und Freya Feilcke, die punktgleich mit ihnen auf dem zweiten Rang liegen. Vilma Bobeck und Ebba Berntsson aus Schweden komplettieren das vorläufige Podium. Patricia Suárez und Melania Henkese kämpfen derweil um den Einzug in die Top 10.

Windstille bremst andere klassen
Die 49er-Flotte musste sich mit nur einer Wertung begnügen, da der Wind am Nachmittag abflaute. Die Amerikaner Nevin Snow und Ian MacDiarmid stießen in die Spitzengruppe vor, während die Argentinier Hernán Umpierre und Fernando Diz mit einem ersten Platz überraschten. Für die katalanischen Brüder Pol und Àlex Marsans ging es in die Goldgruppe, während die Galicier Martín und Jaime Wizner leer ausgingen.
Die Nacra 17- und iQFOiL-Klassen mussten ihre Wettkämpfe ebenfalls aufgrund fehlenden Windes absagen. Anastasiya Valkevich aus Polen führt weiterhin im iQFOiL Frauen-Wettbewerb, während Riccardo Pianosi aus Italien im Formula Kite Men die Nase vorn hat. Jessie Kampman aus den Niederlanden dominiert den Formula Kite Women-Wettbewerb und baut ihren Vorsprung weiter aus.

Ilca-klassen zeigen spitzenleistungen
Im ILCA 7 behauptet sich weiterhin Matt Wearn aus Australien an der Spitze, dicht gefolgt von Michael Beckett aus Großbritannien, dem vierfachen Titelverteidiger. Ole Schweckendiek aus Deutschland sicherte sich den dritten Platz. Eve McMahon aus Irland führt im ILCA 6-Wettbewerb, während Emma Plasschaert aus Belgien nur einen Punkt hinter ihr liegt. Mara Stransky aus Australien schließt an dritter Stelle.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Windbedingungen stabil bleiben und die Segler die Möglichkeit haben, ihre Leistung weiter zu optimieren. Der Kampf um die Medaillen ist eröffnet, und die Spannung auf der Insel Mallorca ist spürbar. Die Deutschen haben noch alle Trümpfe in der Hand, um um eine Platzierung im Vorderfeld zu kämpfen.
