Malinin zertrümmert die konkurrenz in prag – gartung schrammt ins finale

Ilia Malinin ist zurück. Und wie. Mit 111,29 Punkten – seiner besten Kurzprogramm-Leistung ever – jagt der US-Boy die WM-Verteidigung in Prag schon nach dem ersten Durchgang in Richtung dritten Titel. Adam Siao Him Fa (101,85) und Alexander Selevko (96,49) schauen aus sicherer Distanz nach oben.

Die rache nach dem mailand-debakel

Kurz nach dem olympischen Blackout zeigte der 21-Jährige, was ihn zum „Quad-Gott“ macht: sauberste Kante, kürzerer Haarschnitt, aber dieselbe explosive Energie. Der Quad Axel blieb diesmal im Tütchen – Konzentration statt Risiko. Den spektakulären Rückwärtssalto setzte er trotzdem. Das Publikum tobte. Malinin lächelte, als hätte er nie anders gekonnt.

Hinten raus patzte Yuma Kagiyama, Olympiazweiter von Tokio, runter auf Rang sechs. Der Japaner rutschte bei der Triple-Flip-Kombi weg – 93,80 Punkte, fast 18 weniger als Malinin. Für den Kasachen Michail Schaidorow, Olympia-Sensation, gibt’s in Prag gar keinen Startplatz. Die Königsklasse bleibt ohne den Slalom-Eiskönig.

Gartung rettet sich mit zwei vierfachsprüngen

Gartung rettet sich mit zwei vierfachsprüngen

Genrikh Gartung schrammte als 23. von 24 Kür-Teilnehmern über die Quali-Runde. 73,20 Punkte – nicht glänzend, aber ausreichend. „Zwei Quads im Kurzprogramm, das war Neuland“, sagte der 18-jährige Deutsche. Der Vierfach-Flip und der Dreifach-Toeloop saßen, der Rittberger wackelte leicht. „Der Druck ist geringer als bei der EM. Jetzt bin ich locker, weil’s die letzte Show der Saison ist.“

Mit dem Finaleinzug hat Gartung sein Minimalziel erreicht. Am Sonntag geht’s um Platzierung statt Medaille – aber schon das ist eine Ansage für die nächste Saison. Malinin dagegen kann den Titel nur noch an sich vorbeiziehen lassen. Die Kür verspricht Show, nicht Spannung.