Malaysias falsche pässe: fifa-sperre bleibt – spieler dürfen nur trainieren

Sieben Profis, zwölf Monate Sperre, ein halbes Millionen-Euro-Strafregister: Das Internationale Sportgericht CAS hat die FIFA-Hammerstrafe gegen die malaysische Nationalmannschaft bestätigt. Die Spieler hatten sich mit gefälschten Einbürgerungsakten eine Startberechtigung erschlichen – der Betrug zieht nun erstmals auch durch den Trainingsbetrieb.

Was genau ist passiert?

Die FIFA untersuchte die Herkunftspapiere von sieben Auswahlspielern, die in offiziellen WM-Quali-Partien eingesetzt wurden. Ergebnis: keiner der Kicker besitzt malaysische Vorfahren, alle Dokumente stammen aus dem Reisebüro der Lüge. Die Weltbehörde sperrte den kompletten Block für zwölf Monate und verhängte gegen den Verband (FAM) eine Geldbuße von 390 000 Euro. Der CAS hob nun die Berufung des FAM weitgehend ab – mit einer kleinen Einschränkung: Die Sperre gilt nur für Pflichtspiele, nicht für Klubtraining oder Freundschaftskicks.

Lo que nadie cuenta ist die psychologische Wirkung. Die Profis dürfen wieder mit ihren Liga-Teams schwitzen, müssen aber zusehen, wie Malaysia in der Qualifikation abstürzt. Drei Spiele wurden nachträglich mit 0:3 gewertet, Malaysia rutschte auf den letzten Tabellenplatz. Die Qualifikation für die WM 2026 ist damit so gut wie gelaufen.

Warum ging der cas nur halb zurück?

Warum ging der cas nur halb zurück?

Das Gericht stellte „nach Prüfung der Beweise“ klar: Die Urkundenfälschung war belegt, die Spieler waren nicht nur ahnungslose Statisten. Sie unterschrieben die Papiere, sie profitierten von den Startplätzen – Mitschuld steht fest. Die zwölf Monate seien „angemessen und verhältnismäßig“, heißt es in der Entscheidung. Der FAM hatte in seiner Berufung „institutionelle Mängel“ eingeräumt, aber gleichzeitig die Strafe herabgesetzt verlangen. Das Gremium ließ den Appell weitgehend abblitzen.

Die Geldstrafe bleibt, der Ruf ist ramponiert. Ende Januar war der komplette Vorstand des Verbands zurückgetreten – ein Novum in der 65-jährigen Geschichte des FAM. Die neue Führung muss nun Rekord-Weltverbandsstrafe plus Image-Verlust verwalten.

Was bedeutet das für den rest der saison?

Was bedeutet das für den rest der saison?

Die Sperre läuft am 5. März 2027 ab, drei Monate sind bereits abgegolten. Die betroffenen Spieler dürften also Ende 2026 wieder für Malaysia auflaufen – vorausgesetzt, der Verband findet bis dahin ein neues Einbürgerungsmodell, das nicht sofort wieder vor dem CAS landet. Die Liga-Chefs reiben sich die Hände: Ihre Stars bleiben fit, Fernsehgelder und Ticketumsätze sicher. Für die Nationalmannschaft hingegen bleibt ein Loch, das größer ist als jede Arena Malaysias.

Die Botschaft des CAS ist unmissverständlich: Papiere sind kein Schnellzulass, sondern Spielregel. Wer tricksen will, landet auf der Tribüne – und lässt seine Fans allein.