Malagò übernimmt: kann er italiens fußball retten?

Rom – Giovanni Malagò hat das Ruder übernommen. Der 67-jährige Sportfunktionär wurde am Montag zum neuen Präsidenten des italienischen Fußballverbands (FIGC) gewählt und steht vor der monumentalen Aufgabe, das krisengeschüttelte italienischefußball zu sanieren. Nach dem verpassten WM-Ticket und dem Rücktritt von Gabriele Gravina ist Malagò nun gefordert, neues Leben in den italienischen fußball zu bringen.

Ein fußballer durch und durch

Mit überwältigenden 68,56 Prozent der Stimmen setzte sich Malagò gegen Giancarlo Abete durch, den Vertreter des Amateurfußballs. Seine Rede vor der Wahl machte deutlich, was ihn antreibt: „Ich bin ein Sohn der FIGC. Mein Ziel war es immer, Italien groß zu machen.“ Malagò verfügt über einen beeindruckenden Erfahrungsschatz – „abgesehen von der Trainerkategorie habe ich alle Stationen durchlaufen“, so der neue Präsident.

Die suche nach einem neuen nationaltrainer

Die suche nach einem neuen nationaltrainer

Die erste und drängendste Aufgabe für Malagò ist die Suche nach einem Nachfolger für Gennaro Gattuso. Ein heißer Kandidat ist zweifellos Roberto Mancini, der die Nationalmannschaft bereits von 2018 bis 2023 erfolgreich betreute und 2021 die Europameisterschaft gewann. Sein plötzlicher Abschied vom katarischen Klub Al-Sadd vor einer Woche könnte der FIGC in die Hände spielen.

Em 2032 und eine neue ära

Em 2032 und eine neue ära

Neben der Trainersuche steht auch die EM 2032 auf Malagòs Agenda, die Italien gemeinsam mit der Türkei ausrichten wird. Doch Malagò geht es um mehr als nur um prestigeträchtige Turniere. „Der Fußballverband darf nicht nur verwalten, er muss eine Inspirationsquelle sein“, betonte er. „Er ist die größte soziale Institution des Landes, nicht nur von den Zahlen her. Unsere Wurzeln dürfen nicht nur ein Element der Nostalgie sein, wir müssen sie zu einem Ansporn machen, um auf eine neue, mutige und erfolgreiche, aber ambitionierte Saison zu blicken.“

Malagò, der in den letzten 20 Jahren an der Organisation zahlreicher großer Sportveranstaltungen beteiligt war – darunter die letztlich gescheiterte Bewerbung Roms um die Olympischen Sommerspiele 2024 – muss nun beweisen, dass er die Fußballkrise überwinden und eine neue Ära für den italienischen fußball einleiten kann. Das bisherige Scheitern der Nationalmannschaft, die bereits zum dritten Mal in Folge eine WM verpasst hat, lastet schwer auf seinen Schultern. Die Erwartungen sind hoch – und die Zeit drängt.

Ein veteran des sports übernimmt die führung

Ein veteran des sports übernimmt die führung

Seine lange Erfahrung im Sport, insbesondere seine Rolle als Leiter des Italienischen Olympischen Komitees von 2013 bis 2025 und seine Beteiligung an den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina 2026, deuten darauf hin, dass Malagò über die nötige Expertise verfügt, um die komplexen Herausforderungen des italienischen Fußballs zu meistern. Die kommenden Monate werden zeigen, ob er seine Versprechen einlösen und Italien zurück an die Spitze des Weltfußballs führen kann.