Málaga-fans: euphorie trifft auf schwarzhandel – polizei ermittelt
Die Vorfreude auf das Rückspiel gegen UD Las Palmas in der Aufstiegs-Playoff war in Málaga kaum zu überbieten. Doch hinter der euphorischen Stimmung brodelte ein Skandal, der nun die Polizei auf den Plan gerufen hat. Die Tickets für die Partie in La Rosaleda waren bereits Tage vor dem Anpfiff vergriffen – ein Beweis für die unbändige Leidenschaft der Anhänger, doch der Verkaufsprozess war von Irregularitäten überschattet.

Chaos und unmut bei der kartenabgabe
Schon während der zweiten Phase des Ticketverkaufs, als die Saisonkarteninhaber ihre Plätze mit einem Aufpreis sichern konnten, kam es zu erheblichen Problemen. Zahlreiche Fans beschwerten sich über unfaire Zustände vor den Kassen der La Rosaleda. Berichte über das Springen der Warteschlange kursierten, und die wenigen verbliebenen Karten waren in Windeseile vergriffen, was zu großem Unmut im malaguistischen Lager führte.
Was folgte, war ein regelrechter Ansturm auf Online-Plattformen, wo Tickets zu überhöhten Preisen angeboten wurden. Die Policía Nacional schlug prompt zu. In einer Razzia rund um die La Rosaleda konnten am Mittwoch 13 Personen identifiziert werden, denen vorgeworfen wird, Tickets illegal verkauft zu haben. 14 Tickets wurden dabei sichergestellt, deren Preise sich auf das Dreifache des Originalpreises beliefen.
Die Ermittlungen ergaben, dass die Schwarzhändler nicht nur am Spieltag selbst aktiv waren. Bereits in der Woche vor dem Duell hatten sie sich in der Nähe des Stadions positioniert, sich als verzweifelte Fans ausgebend, die verzweifelt nach einer Karte suchten. So versuchten sie, das Vertrauen ahnungsloser Anhänger zu gewinnen, die noch immer eine Chance auf einen Platz im Stadion sahen. Die Taktik: Vertrauen erwecken, um dann zum überteuerten Preis die Karten abzuschnappen. Es ist ein beschämendes Bild, das die Schattenseiten der Fußballleidenschaft offenbart.
Die Comisaría Provincial de Málaga bestätigte, dass den Beschuldigten nun Strafen drohen, die auf Verstößen gegen die geltende Veranstaltungsordnung beruhen. Es geht nicht nur um den finanziellen Schaden für die Fans, sondern auch um den Ruf des Vereins und die Integrität des Sports.
