Mainz vor hürde: straßburg – mehr als nur ein französischer gegner!

Die Marschroute für Mainz 05 im Conference-League-Viertelfinale ist klar: Racing Straßburg ist kein Selbstläufer. Nach dem Erfolg in der Liga gilt es nun, auch international zu überzeugen. Doch wer sind die Elsässer, die den Rheinhessen das Leben schwer machen könnten?

Ein traditionsverein mit wechselvoller geschichte

Ein traditionsverein mit wechselvoller geschichte

Der „Racing Club de Strasbourg Alsace“, korrekt und stolz so genannt, blickt auf eine bemerkenswert lange Geschichtezurück – parallel zu Mainz 05, gegründet lediglich ein Jahr später, 1906. Aus dem damals als „FC Neudorf“ gestarteten Klub wurde im Laufe der Jahre ein Verein, der Höhen und Tiefen erlebte. Insolvenzen, Zwangsabstiege, aber auch glorreiche Momente prägten die Vereinsgeschichte.

Ein Blick in die Vergangenheit beweist, dass Straßburg kein Unbekannter im europäischen Fußball ist. 1979 krönte sich der Verein unter Trainer Gilbert Gress zum französischen Meister. Drei Mal gelang es den „Racing“ zudem, den Pokal zu erringen – zuletzt im Jahr 2001. Diese Erfolgsära liegt jedoch schon einige Zeit zurück. Nach finanziellen Schwierigkeiten und einem Insolvenzverfahren wurde der Klub 2011 in die fünfte Liga zwangsversetzt. Ein bitterer Schmerz, aus dem man sich jedoch mit beeindruckender Energie befreite.

Durch eine beispiellose Serie gelang der direkte Wiederaufstieg, der den Verein zurück in die erste Liga führte. Die jüngste Investition durch die „BlueCo-Group“ – eine Investmentgesellschaft um den amerikanischen Unternehmer Todd Boehly, die bereits den FC Chelsea übernommen hat – unterstreicht den Anspruch, sich in der Ligue 1 nachhaltig zu etablieren.

Deutsche Spuren im Elsass Auch ehemalige deutsche Nationalspieler trugen in der Vergangenheit das Trikot von Racing Straßburg. Thomas Allofs, damals Bundesliga-Torschützenkönig, wechselte 1989 für elf Spiele an den Rhein – ein kurzer, aber prägender Abstecher in seiner Karriere.

Aktuell nehmen die Elsässer im Tableau der Ligue 1 den achten Platz ein. Die Generalprobe vor dem Duell mit Mainz wurde erfolgreich bestanden: Ein 3:1-Sieg gegen OGC Nizza ließ keine Zweifel an der Ambition des Teams.

Der Ausfall des Top-Torjägers Ein herber Rückschlag für die Straßburger: Joaquin Panichelli, der erfolgreichste Torschütze in Frankreich, zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu und fällt für den Rest der Saison aus. Trotz dieses Verlustes ist Straßburg in der Conference League ungeschlagen ins Viertelfinale marschiert und stellt somit eine ernstzunehmende Herausforderung für Mainz dar.

Trainer Gary O’Neils Team hat in 16 Spielen lediglich zwei Niederlagen kassiert. Das spricht für eine stabile Defensive und eine effektive Spielweise. Mainz 05 wird sich auf einen kampfstarken Gegner einstellen müssen, der vor allem auf Konter setzen wird.

Die Conference League ist für Straßburg die Chance, den internationalen Fußball zurückzugewinnen und die Erfolgsära der 70er und 80er Jahre wieder aufleben zu lassen.