Mainz rüttelt stuttgart wach – da costa rettet spät den abstiegs-knackpunkt

Der 1. FSV Mainz 05 schlittert weiter Richtung Abstiegszone, aber Danny da Costa verhinderte am Samstag den freien Fall. In der 91. Minute köpfte er das 2:2 gegen den VfB Stuttgart und verhinderte damit ein Debakel, das die Rheinhessen schon in den Keller gerissen hätte.

Stuttgarts lethargie währt eine halbzeit

39 Minuten lang wirkten die Schwaben wie ein Team im Trainingsspiel. Jae-sung Lee nutzte die Schläfrigkeit, stieg am zweiten Pfosten hoch und köpfte die Mainzer Führung. Stuttgart wirkte ideenlos, zu langsam, zu behäbig. Trainer Sebastian Hoeneß stand an der Seitenlinie, die Arme verschränkt, als hätte er das Spiel schon abgehakt.

Doch der VfB kam zurück – mit zwei Schlägen binnen 120 Sekunden. Erst traf Ermedin Demirovic aus 14 Metern, dann schob Deniz Undav zum 2:1 ein. Mainz wirkte wie gelähmt, die Abwehr zerzaust, das Mittelfeld ohne Antwort.

Da costa trifft, mainz zittert weiter

Da costa trifft, mainz zittert weiter

Die 05er hatten noch mehr vom Spiel, aber sie vergaben sich die Chance auf den Sieg. Philipp Nebel traf nur den Pfosten, Phillip Tietz zögerte einen Tick zu lange. Als dann das 1:2 fiel, schien die Luft raus. Doch da Costa riss seine Mitspieler noch einmal hoch. Seine Kopfball-Entlastung war kein Befreiungsschlag, sondern ein Statement: Wir fallen nicht.

Für Mainz bleibt die Lage eng. Mit 22 Punkten steht man auf Relegationsplatz 16, nur zwei Zähler vor dem Vorletzten. Stuttgart darf durchatmen – zumindest bis Donnerstag, wenn in der Europa League gegen Porto ein anderes Kaliber wartet.

Die Botschaft von da Costa war klar: Mainz lebt. Aber der Atem wird kürzer.