Mainz gewinnt, aber vorsicht: straßburg lauert!

Ein Paukenschlag aus Mainz: Der FSV bezwingt Straßburg mit 2:0 und scheint im Conference-League-Viertelfinale auf dem besten Weg zu sein. Doch die Euphorie wird im Lager der Mainzer gebremst – denn wie Trainer Urs Fischer unmissverständlich machte, ist das Rückspiel in Frankreich erst der Anfang.

Die warnung des trainers: es ist noch nichts entschieden

Die warnung des trainers: es ist noch nichts entschieden

Nach dem verdienten Sieg, der durch Treffer von Kaishu Sano und Stefan Posch zustande kam, betonte Fischer, dass die Partie keineswegs entschieden sei. „Es ist erst Halbzeit“, so der Schweizer Coach, der sich bewusst ist, dass der Ausgang des Rückspiels am kommenden Donnerstag alles verändern kann. Selbst ein höherer Sieg, der angesichts der zahlreichen Torchancen durchaus möglich gewesen wäre, hätte seine Einschätzung nicht verändert. „Im Fußball gibt es keine Garantien“, mahnte er und gab zu, dass er sich natürlich über ein weiteres Tor gefreut hätte. „Wir hätten aber auch den Ausgleich kassieren können. Das Ergebnis passt daher.“

Die Mainzer sind sich ihrer Aufgabe bewusst und wollen in Straßburg nicht nachlassen. Sportdirektor Niko Bungert warnte eindringlich: „Bei einem Gegentor brennt es lichterloh.“ Die Mannschaft müsse bereit sein, „nochmal 90 Minuten durchs Feuer gehen“, um das Halbfinalticket zu lösen. Ein „Hexenkessel“ erwartet die Rheinhessen in Frankreich, so Bungert, und die Mannschaft ist darauf vorbereitet.

Am Sonntag steht für Mainz zunächst das Bundesliga-Duell gegen den SC Freiburg (19.30 Uhr/DAZN) an, der ebenfalls einen erfolgreichen Abend verbuchte und mit 3:0 gegen Hoffenheim gewann. Vier Tage später wollen die Mainzer dann das erste Halbfinale in der Vereinsgeschichte erreichen. Paul Nebel, Mittelfeldspieler des FSV, unterstreicht die Notwendigkeit, konzentriert zu bleiben: „Wenn die ein Tor machen, kann es auswärts eklig werden.“

Die Ausgangslage ist zwar komfortabel, doch die Mainzer wissen: Ein Patzerr in Straßburg wäre fatal. Die Reise nach Frankreich wird eine Zerreißprobe, doch der FSV ist gewarnt und bereit, den Kampf aufzunehmen. Die Chance auf ein historisches Kapitel im Vereinsbuch ist zum Greifen nah – und die Mainzer wollen sie sich nicht nehmen lassen.