Mainz 05: comeback-hoffnungen wachsen vor straßburg!
Die Stimmung im Mainz 05-Trainingslager ist besser denn je! Nach einer Phase mit zahlreichen Ausfällen kehren nun immer mehr Stammspieler zurück. Urs Fischer kann vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Conference League gegen Racing Straßburg erstmals seit Langem wieder auf eine große Auswahl an Spielern zurückgreifen – ein echtes Lebenszeichen für die ambitionierten Ziele des 1. FSV.
Personelle lage vor dem europa-duell
Fünf Akteure, darunter Nationalspieler Nadiem Amiri und Abwehrchef Stefan Bell, haben ihre Verletzungen überwunden und trainiertenbereits am Dienstag und Mittwoch voll mit der Mannschaft. Auch Anthony Caci, ein Mann mit einer besonderen Verbindung nach Straßburg, zählt zu den positiv überraschenden Rückkehrern. Nur Silas und Benedict Hollerbach, die noch immer von den Folgen ihrer Operationen erholen, fehlen dem Kader. Es ist ein deutlicher Unterschied zu den Wochen zuvor, als die Personallage angespannt war.
Im Angriff stehen Fischer zwei Optionen zur Verfügung: Nelson Weiper und Armindo Sieb buhlen um den Vorzug. Weiper durfte im Achtelfinal-Rückspiel beginnen, wurde dann aber durch Sieb ersetzt, der mit dem entscheidenden Treffer zum 2:0-Sieg für Schlagzeilen sorgte. „Ich bin mir fast sicher, dass der, der nicht von Beginn an spielt, noch Einsatzzeit bekommt“, verriet Fischer auf Nachfrage, ohne jedoch eine Voraussage treffen zu wollen. Die Konkurrenz im Sturm ist somit groß und dürfte beiden Spielern zusätzlichen Ansporn verleihen.
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Anthony Caci. Seine Zeit in Straßburg, wo er von 2011 bis 2022 107 Ligue 1-Spiele bestritt, ist allseits bekannt. Fischer schätzt ein, dass ein Einsatz im Rückspiel in Mainz realistischer ist, nachdem Caci sich offenbar gut erholt hat. Dieser Umstand könnte der Partie eine zusätzliche taktische Komponente verleihen.
Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: Sheraldo Becker steht aufgrund fehlender Europapokalberechtigung nicht zur Verfügung. Und auch beim Gegner aus Straßburg muss man auf Joaquin Panichelli verzichten, der mit 18 Toren in 18 Spielen eine herausragende Saison erlebte. Sein Kreuzbandriss bedeutet einen herben Verlust für die Elsässer.
Straßburg reist mit einer riesigen Anhängerschaft – mindestens 2300 Fans werden den Weg ins Mainzer Stadion finden – an, was die Atmosphäre zusätzlich anheizen wird. Die Qualifikation für das Viertelfinale stellt für Straßburg nach einer turbulenten Geschichte, die von Insolvenz bis zur Rückkehr in die Ligue 1 reichte, einen historischen Meilenstein dar. Präsident Keller betonte die Bedeutung der europäischen Teilnahme für das Projekt des Vereins – eine Aussage, die die Ambitionen des Klubs verdeutlicht.
Die FSV-Fans dürfen sich also auf ein spannendes und emotionales Spiel freuen. Die Rückkehr der Stammkräfte gibt dem Team von Urs Fischer Rückenwind, während die Straßburger mit dem Rückenwind ihrer Fans und dem Anspruch, in Europa zu bestehen, eine schwere Nuss werden.

Mainz muss taktisch flexibel reagieren
Die geringe Anzahl an melderechtlichen Zugängen im Winter zwingt Fischer zu kreativen Lösungen. Er muss die Stärken seiner vorhandenen Spieler optimal einsetzen und taktisch flexibel reagieren, um das Hinspiel erfolgreich zu gestalten. Der Fokus liegt nun auf einer starken Defensivleistung und effizienten Umschaltmomenten.
