Mailand verspielt zwölf-punkte-führung: monaco dreht euroleague-kracher

Die Olimpia Mailand war auf der Siegerstraße, doch dann explodierte das Fürstentum. Ein 27:12-Viertel kippte das Spiel, Monaco siegte 90:85 und schob sich zwischen die Play-in-Träume der Italiener.

Der kollaps beginnt bei minute 30

Shields und LeDay hatten Milan mit 18 und 16 Punkten sicher geführt, die Defensive stand, die Dreier fielen. Doch als die Uhr auf 30 Minuten sprang, schalteten die Monegassen einen Gang höher. Hayes riss Rebounds, Diallo traf zwei Triple, Okobo schickte 13 Assists in die Zielgerade – ein Teil, das die EA7-Defensive wie Filigran zerreißen sollte.

Die Zahlen sind gnadenlos: 17 Ballverluste Milan, 12:29-Rebound-Nachteil, 5:13 aus dem Corner in der Schlussphase. „Wir haben den Ball gestoppt, statt ihn zu bewegen“, sagte Coach Poeta nach dem Buzzer. Die Stimme brach ihm weg, als er an die letzten acht Minuten dachte.

Strazel und diallo bringen feuer in die halle

Strazel und diallo bringen feuer in die halle

88:82, 19 Sekunden. Strazel trifft vom gestrichelten Kreis, Brooks antwortet mit der Not-Three. 88:85. Auf der Tribüne halten einige Fans bereits die Hände vorm Gesicht. Dann verwandelt Strazel den ersten Freiwurf, den zweiten nicht – aber Milan verliert den Ball im letzten Posessionswechsel. Das Spiel ist gegessen, mit ihm vielleicht der Play-in-Platz.

Die 17. Niederlage im 33. Euroleague-Spiel bedeutet Rang 13, zwei Siege hinter dem letzten Tiket. Die Saison ist nicht gelaufen, aber die Lüfte werden dünner. Monaco feiert den vierten Sieg in Serie und rückt auf Platz 7 vor – mit Matchball auf Heimvorteil im Play-in.

Mit 90 Sekunden Dauerfeuer verwandelte Monaco eine harmlose Partie in einen K.o.-Schlag. Mailand muss nun gegen Baskonia und Barça gewinnen, sonst reicht die geringste Schramme, um das Zielbild zu zerreißen. Der Sport ist grausam – und manchmal nur einen Viertel lang.