Magnusson pulverisiert hannover: magdeburg bleibt ohne heimniederlage

Die Halle bebte, der TSV Hannover-Burgdorf biss sich 50 Minuten lang die Zähne aus – dann zerlegte Omar Ingi Magnusson mit zwölf Treffern die Abwehr, und der SC Magdeburg schraubte sich auf 35:30. Die Spitze der Handball-Bundesliga bleibt damit eine Festung: seit 22 Partien hat hier kein Gast mehr gewonnen.

Barcelona-kater? fehlanzeige

Die Frage, ob die 26:29-Pleite gegen den FC Barcelona noch in den Knochen steckte, beantwortete Bennet Wiegerts Ensemble mit einer furiosen ersten Viertelstunde. Hannover fand nur über Umwege Lücken, Magdeburg dagegen jagte den Ball per Gegenstoss in die verwaiste gegnerische Hälfte. Drei verworfene Siebenmeter? Kurz nur ein Stolpern. Mit 17:14 zog Magdeburg davon, ehe die Niedersachsen kurz vor der Pause doch noch den Ausgleich schafften.

Die zweite Hälfte wurde ein Slalom durch Nervenkitzel. Ein zurückgenommenes Tor, ein umstrittener Siebenmeter, 22:22 – und dann der Moment, auf den Wiegert spekuliert hatte: Sergey Hernandez streckte sich, parierte, wählte mit einem langen Pass direkt das Tempo. Magnusson verwertete, Musche traf aus dem Rückraum – 29:27, die Vorentscheidung. Hannover lief noch einmal an, doch Hernandez nagelte sein Tor zu, und die 8.000 in der GETEC Arena sangen „Wir sind die Nummer eins“.

Oscar bergendahl bleibt – und liefert sofort

Oscar bergendahl bleibt – und liefert sofort

Kurz vor dem Anwurf hatte der Klub die Vertragsverlängerung des schwedischen Rückraum-Tanks verkündet – bis 2028. Bergendahl dankte es mit Kampfzonen-Statistiken: fünf Ballgewinne, zwei Kreuzblocks, ein Tor. „Er ist unser stiller Anführer“, lobte Wiegert. Die Verlängerung passt ins Bild: Magdeburg baut nicht nur auf Stars wie Magnusson, sondern auf eine verschworene Einheit, die sich langfristig an die Spitze nagelt.

Die Tabelle lügt nicht: 44:4 Punkte, neun Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger. Die Champions-League-Auswärtsaufgabe in Paris steht am Mittwoch an, doch die Mannschaft reist nicht erschöpft, sondern erholt – mit dem Selbstbewusstsein einer Truppe, die weiß: wer die eigene Arena so dominiert, darf auch in Europa träumen. Die Serie wird fortgeschrieben, der Gegner zittert schon.