Magic am abgrund: play-in-duell droht trotz starker endphase
Orlando – Die Orlando Magic stecken in einer Zitterpartie. Nur noch zwei Spiele in der Regular Season bleiben, und die direkten Playoff-Hoffnungen schwinden zusehends. Während die Form zuletzt stimmen mag, überschattet ein entscheidender Nachteil die Ambitionen des Teams um die Wagner-Brüder.
Ein enges rennen um die playoff-plätze
Der Kampf um die besten Positionen in der Eastern Conference ist heißer denn je. Von Rang fünf bis neun trennen sich nur wenige Siege. Die Toronto Raptors und die Atlanta Hawks teilen sich aktuell den fünften Platz, wobei Atlanta im direkten Vergleich die Nase vorn hat. Dahinter lauern Orlando, Philadelphia und Charlotte, die sich ein enges Rennen liefern. Die Tatsache, dass Orlando nach einer sieben Spiele andauernden Niederlagenserie wieder auf Kurs gekommen ist und zuletzt vier Partien in Folge gewonnen hat, gibt Anlass zur Hoffnung.
Doch die Ausgangslage ist alles andere als rosig. Orlando hat das Pech, dass die Gegner in den letzten Spielen nicht unbedingt auf Höchstleistung spielen. Chicago befindet sich bereits im „Tank-Modus“, während Boston tabellarisch keine Ambitionen mehr hat. Das Restprogramm der Magic, laut tankathon.com das elftschwerste der Liga, wirft einen langen Schatten auf die Playoff-Träume. Entscheidend wird sein, ob die verbleibenden Gegner noch einmal alles geben oder ob Kräfte geschont werden.
Die Bilanz spricht gegen Orlando – und das deutlich. Nicht nur Charlotte (71,9% schwieriger Restspielplan) und Atlanta (57,5%) haben es in den letzten Spielen einfacher, sondern auch Toronto (45,0%) und Philadelphia (31,2%). Eine bittere Erkenntnis, da der Direktvergleich in der NBA eine entscheidende Rolle spielt, wenn die Bilanz gleichaufgeht.

Das deutsche trio im dilemma
Die Wagner-Brüder Franz und Moritz sowie David da Silva haben sich in Orlando einen Namen gemacht. Aber auch sie können die unglückliche Bilanz gegen die direkten Konkurrenten nicht ungeschehen machen. Gegen Toronto gab es eine 1:2 Niederlage, gegen Atlanta sogar eine deutliche 0:4 Pleite. Nur gegen Philadelphia konnte man ausgeglichen spielen (2:2). Da keine weiteren direkten Duelle anstehen, müssen die Magic im Saisonfinale eine bessere Bilanz als ihre Rivalen vorweisen, um den erhofften Sprung in die Playoffs zu schaffen – eine Herkulesaufgabe angesichts der Umstände.
Die kommenden Spiele gegen Chicago und Boston werden zeigen, ob Orlando die Kurve noch kriegen kann. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass die Play-In-Spiele erneut eine Realität werden, ist alarmierend hoch. Die Zeit drängt, und die Magic müssen alles daran setzen, um das Ruder herumzureißen und die Fans mit einer starken Leistung zu überzeugen.
Denn eines ist klar: Im Basketball ist nichts garantiert. Und in Orlando gilt es, sich den Umständen zu stellen und den Kampf bis zum Schluss aufzunehmen – auch wenn die Chancen im Moment gegen sie zu sprechen scheinen. Die Saison neigt sich dem Ende zu, und das Duell um die Playoff-Plätze wird bis zur letzten Sekunde spannend bleiben.
