Magdeburg verspielt titelhoffnung: knorr kämpft mit frust
Die Champions League-Saison des SC Magdeburg endete jäh im Halbfinale des Final-Four gegen die Füchse Berlin. Der Traum von der Titelverteidigung, der nach dem Triumph im Vorjahr noch so lebendig war, zerplatzte in einem nervenaufreibenden Spiel.
Wiegerts bittere worte nach dem aus
Trainer Bennet Wiegert fand nach der 35:40-Niederlage nach Verlängerung kaum tröstende Worte. „Die richtigen Worte an das Team nach solchen Niederlagen gibt es einfach nicht“, erklärte er in der Pressekonferenz, sichtlich enttäuscht. Die Enttäuschung überwog dabei sogar den Frust, wie Wiegert betonte. Ein 0:5-Lauf in den entscheidenden Minuten kostete den SCM letztendlich die Chance auf den erneuten Einzug ins Champions League-Finale.
„Es sind eben die Kleinigkeiten, die über den Ausgang eines so ausgeglichenen Halbfinals entscheiden“, so Wiegert. Er bekannte sich nicht zu großen Versprechungen, hofft aber, dass die Mannschaft gestärkt aus dieser Erfahrung hervorgehen wird. „Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass Schmerz Widerstandsfähigkeit schafft. Das will aber natürlich niemand.“

Knorr: stolz und frust zugleich
Auch Nationalspieler Juri Knorr, der im Spiel gegen den Rekordsieger FC Barcelona mit 11 Toren ebenfalls eine starke Leistung zeigte, steckte die bittere Niederlage schwer weg. „Ich bin natürlich stolz, hier dabei zu sein, aber jetzt gerade ist es einfach ein blödes Gefühl“, gestand der Angreifer.
Im Kampf um Platz drei gegen Aalborg HB am Sonntag wird der SCM alles daran setzen, den letzten Titel der Saison zu sichern. Die Aussicht auf die Heim-WM in Köln im Januar ließ Knorr indes kalt. „Ich hoffe, dass ich dabei sein kann“, äußerte er knapp, während die Konzentration voll und ganz auf das bevorstehende Spiel gegen Aalborg liegt. Die Bundesliga-Meisterschaft bleibt das einzige Ziel für die Magdeburger – eine Saison, die trotz des Champions League-Debakels noch nicht abgewertet werden darf.
