Magdeburg ii bremst bfc preussen aus – adekunle zaubert, trkulja knallt zurück
Ein Schlag auf die Schultern von Stefan Korsch, ein eiskalter Lupfer von Oluwaseunnla Adekunle – und schon lag der 1. FC Magdeburg II im Keller der Tabelle. Doch die Reserve der Elbestädter schüttelte sich, drehte den Spieß um und nagelte den BFC Preussen mit einem späten Treffer von Mihailo Trkulja an die Kreide. 1:1, punkt- und leistungsgerecht, aber mit einem Beigeschmack: Die Serie der drei Siege ist gerissen.
Korsch patzt, adekunle trifft – die berliner startviertelstunde
26. Minute, Stadion an der Ernst-Grube, kaum ein Puls. Dann der Moment, der Christian Krämer auf der Bank die Hand vor die Augen schlagen lässt: Korsch will den Ball aus der Drehung heraus klären, verliert ihn an Adekunle, der wie ein Geist aus dem Nichts auftaucht. Ein Kontakt, ein Haken, der Ball kullert über die Linie. Der BFC jubelt, Magdeburg schaut in die Röhre. Die Gäste wittern mehr – Adekunle scheitert kurz darauf an keeper Leon Brunnemer, Ben Meyer setzt den Nachschuss knapp drüber. Die Magdeburger U23? Abgekämpft, ideenlos, ohne Durchschlagskraft.
Nach der Pause ein anderes Bild: Korsch, noch mit Rot im Gesicht, feuert drei Schüsse in fünf Minuten, Chadi Ramadan erstmals gefährlich. Die Eiszeit ist vorbei. Die Wende folgt in der 75. Minute: Robert Leipertz fasst sich aus 22 Metern ein Herz, schlägt den Freistoß scharf auf den zweiten Pfosten. Trkulja verlängert, Keeper Jonas Kersken ist noch dran, aber der Ball zappelt. 1:1, mit Wumms.

Letzte chance adekunle – magdeburg zittert sich über die zeit
Adekunle hätte es noch einmal richtig spannend machen können, doch der Angreifer verzieht aus sieben Metern (82.) und köpft in der Nachspielzeit erneut knapp drüber. Die Magdeburger Anhänger atmen auf, die Berliner ärgern sich über die verschenkten Chancen. Trainer Matthias Henn schüttelt nach Abpfiff nur den Kopf: „Wir haben die Partie dominiert, aber am Ende zwei Punkte liegen lassen.“ Für Magdeburg II bedeutet der Punkt Rang zwölf – ein Schritt nach vorn, aber der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen bleibt schmal. Die Regionalliga Nordost schläft nie – und wer zweimal schläft, bekommt sie auf den Deckel.
Fazit: Ein Remis, das beiden Seiten recht gibt und doch niemanden wirklich glücklich macht. Der BFC verpasst die große Chance, sich im oberen Drittel festzusetzen, Magdeburg II verliert den Anschluss an die Erfolgsspur. Die Saison ist noch lang, aber jeder verschenkte Punkt kann im Mai wehtun. Die nächste Woche bringt den Auswärtstermin in Lichtenberg – dann will Korsch Revanche. Und Adekunle? Der wird wieder auflaufen. Vielleicht ohne Patzer vorne.
