Magdeburg: final4-debakel – weber fordert umdenken!

Der Traum vom DHB-Pokal ist für den SC Magdeburg geplatzt. Das Lidl Final4 in Hamburg endete für die Elbestädter mit einem enttäuschenden vierten Platz – ein Schock für die Fans und eine bittere Erkenntnis für das Team selbst. Nach dem Ausscheiden im Halbfinale gegen den Bergischen HC folgte auch im Kampf um Platz drei eine klare Niederlage gegen TBV Lemgo Lippe.

Die selbstkritik von philipp weber ist unüberhörbar

Die selbstkritik von philipp weber ist unüberhörbar

„Wir sind sicherlich mit anderen Erwartungen angereist, haben uns das ganz anders vorgestellt. Aber es war nicht unser Wochenende. Da muss sich jetzt jeder an die eigene Nase packen“, erklärte Rückraumspieler Philipp Weber kurz nach dem Abpfiff bei Dyn. Die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen. Die Fans, die ihre Mannschaft treu unterstützt hatten, waren ebenfalls frustriert. „Das tut natürlich weh“, gestand Weber, „es tut uns natürlich weh und auch leid, unsere Leute da in der Kurve zu sehen.“

Doch Weber machte deutlich: Es lag nicht an fehlender Einsatzbereitschaft. „Jeder Spieler wollte unbedingt und wollte dann vielleicht auch ein bisschen zu viel. Und dann passieren halt solche Fehler“, so der 33-Jährige. In der zweiten Halbzeit häuften sich Fehlwürfe und -pässe, die Lemgo Lippe das Spielgeschehen diktieren ließen und sich fortlaufend abzusetzen vermochten. Der 31:35-Endstand spiegelt die Kräfteverhältnisse auf dem Platz nur unzureichend wider.

Die Analyse von Weber ist schmerzhaft ehrlich: „Sowohl emotional als auch handballerisch hat es an vielen Ecken gefehlt.“ Das Team muss nun schnell die Fehler analysieren und ausmerzen. Die Saison ist jedoch noch nicht vorbei, und der SCM hat noch die Chance, seine Ziele zu erreichen. „Wir werden alles dafür geben, dass wir dieses Gefühl dieses Jahr nicht nochmal haben“, versprach Weber mit einem Blick nach vorn. Die Aufgabe ist klar: Die Lehren aus dem Final4 müssen in den kommenden Spielen umgesetzt werden, um den Turnaround zu schaffen und die Saison doch noch erfolgreich zu gestalten. Das Finale ist verpasst, aber die Chance auf Revanche bleibt.