Madrid-wahl: ist der präsidentenposten wichtiger als ein ministeramt?

Ramón Mendoza, ehemaliger Präsident des Real Madrid, brachte es einst auf den Punkt: Der Posten des Präsidenten des weißen Balletts sei bedeutsamer als ein Ministeramt. Diese Aussage hallt auch heute wider, wenn sich Florentino Pérez und Enrique Riquelme um die Präsidentschaft kämpfen. Ein Rennen, das in der Vergangenheit bereits eine schillernde Reihe von Persönlichkeiten mit den unterschiedlichsten Profilen und Versprechen gesehen hat.

Eine reise durch die wahlhistorie des real madrid

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Der Tod von Santiago Bernabéu im Jahr 1978 markierte den Beginn eines turbulenten Prozesses. Luis de Carlos, der Schatzmeister des legendären Bauherrn des Bernabéu, galt als logischer Nachfolger. Doch er war nicht allein. Roberto Campos Gil, ein omnipräsenter Ginecologe, und José Daguerre, der Inhaber einer Floristerie, versuchten ebenfalls, die notwendigen 1.600 Unterschriften zu sammeln. Die Luft war erfüllt von Versprechungen und Intrigen.

De Carlos setzte sich schließlich durch, ernannte Ramón Mendoza zum Vizepräsidenten – einen Mann, der in wirtschaftlichen Kreisen hoch gehandelt wurde und mit einem gewissen Hang zum luxuriösen Lebensstil galt. Doch Mendozas Amtszeit sollte abrupt enden, als die Zeitschrift Cambio 16 ihn mit Verbindungen zur KGB in Verbindung brachte. Ein Erdbeben, das den Verein erschütterte.

Die Wahl von 1982 forderte nun 2.000 Unterschriften. Die Riege der Interessenten wuchs: neben De Carlos und dem mittlerweile desillusionierten Mendoza traten der Traumatologe José María Diéguez und erneut Roberto Campos Gil an. Diéguez versprach ein Bernabéu mit 150.000 Zuschauern, das auf den Gründen der alten Sportanlage errichtet werden sollte – eine Vision, die Madrid angeblich ein neues Leichtathletikstadion bescheren würde. Campos Gil drohte mit der Anfechtung jedes Schrittes, während Mendoza mit seiner Aggressivität für Gesprächsstoff sorgte.

Die Urnenwahl bestätigte De Carlos' Position, doch die Stabilität währte nicht lange. 1985 trat er zurück, und Mendoza galt als sicherer Kandidat. Doch Eduardo Peña Abizanda, ein Diplomat, und der Komiker Juanito Navarro warfen sich ebenfalls in den Ring – ein ungewöhnliches Trio. Mendoza, der sich vehement gegen die Notwendigkeit eines