Madrid versteigert behördenfahrzeuge: schnäppchenjagd für privatkäufer?

Ein ungewöhnlicher Anblick in der spanischen Hauptstadt: Die Stadtverwaltung von Madrid räumt ihre Fahrzeugflotte auf. Von Elektroautos bis hin zu Feuerwehrautos – eine breite Palette an Fahrzeugen wird derzeit versteigert. Das Interesse ist groß, die Preise könnten überraschend niedrig ausfallen.

Ein breites spektrum an fahrzeugen unter dem hammer

Ein breites spektrum an fahrzeugen unter dem hammer

Die Liste der Fahrzeuge, die zur Versteigerung stehen, liest sich wie ein Bestandsaufnahme der madrilenischen Behörden. Neben zahlreichen PKWs, darunter auch einige der beliebten Renault Zoes, die bisher die emissionsarmen Zonen patrouillierten, werden auch Transporter, Lieferwagen und sogar ein Bus angeboten. Besonders auffällig ist die große Anzahl an Motorrädern, alle Modelle von Piaggio – X7, X8 und X Evo – sind dabei. Feuerwehr und Rettungsdienste stellen ebenfalls Fahrzeuge zur Verfügung, darunter robuste Volvo XC70 Modelle und Allradfahrzeuge wie der Toyota Land Cruiser.

Die Stadt spart Geld, die Bürger haben die Chance. Während die Stadtverwaltung von der Veräußerung ihrer alten Fahrzeuge profitiert, können Privatkäufer möglicherweise günstige Angebote sichern. So startet ein Renault Zoe beispielsweise bereits bei einem Preis von 600 Euro, ein Renault Scénic bei 450 Euro und die Piaggio Motorräder bei lediglich 90 Euro.

Die Auktionshäuser haben zwar alle professionellen Ausrüstungen wie Sirenen und Funkgeräte entfernt, doch Interessenten sollten beachten, dass eine Hauptuntersuchung (ITV) für eine Umrüstung auf zivilen Gebrauch erforderlich ist, bevor die Fahrzeuge legal auf öffentlichen Straßen bewegt werden dürfen. Die Versteigerung läuft bis zum 7. Mai und es bleibt abzuwarten, ob die Preise am letzten Tag noch weiter fallen werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gegeben, da die Nachfrage insgesamt hoch ist und viele Fahrzeuge in gutem Zustand sind.

Ein Preissturz ist durchaus wahrscheinlich. Das Angebot ist riesig und die Nachfrage wird sich wahrscheinlich auf die günstigeren Modelle konzentrieren. Die Stadt Madrid macht den Weg frei für neue Besitzer und spart gleichzeitig Kosten.