Madrid in der krise: drei pleiten am stück!
Ein Schock für die spanische Liga und für alle Fans des weißen Trikots: Real Madrid hat eine bittere Niederlagenserie hingelegt. Drei Spiele in Folge gingen verloren – ein solches Szenario ist im modernen spanischen Basketball seltenheitswert und wirft Fragen nach der Form und Konzentration der Königlichen auf.

Joventut girona nutzt madrids schwäche
Die jüngste Pleite gegen Asisa Joventut Girona (81:89) war dabei nur der jüngste Tiefpunkt. Bereits zuvor waren Río Breogán und Surne Bilbao zu Hause im Movistar Arena siegreich davongegangen. Ein bezeichnendes Zeichen für die angeschlagene Moral des Teams, das sich nach dem Einzug in die Final Four der EuroLeague und dem Verlust von Innenverteidigern Tavares und Llull in einer deutlichen Ergebniskrise befindet.
Obwohl die Niederlagen in der Liga Endesa für Real Madrid keine Auswirkungen auf die bereits sichergestellte Tabellenführung haben, ist die Art und Weise, wie sie verloren wurden, alarmierend. Die Spieler scheinen gedanklich bereits in Athen zu sein, wo die Final Four anstehen, doch das darf nicht dazu führen, dass die Pflichtspiele vernachlässigt werden. Ricky Rubio, der mit 21 Punkten und einer beeindruckenden Wertung von 27 zum entscheidenden Faktor für Joventut wurde, zeigte eine Leistung, die dem Real Madrid-Team sichtlich zu kurz kam.
Das Spiel begann vielversprechend für die Madrilenen, die eine Zehn-Punkte-Führung herausspielen konnten (27:17). Doch Joventut, angetrieben von Ricky Rubio, Parker und Ruzic, konterte und ging zur Halbzeit sogar mit knapper Führung (40:38) in die Kabine. Die Rückkehr von Hezonja, Okeke und Garuba nach ihrer Schonung gegen Bilbao änderte nichts an der Tendenz. Die Partie wogte hin und her, doch in den letzten Minuten übernahm Joventut die Kontrolle, insbesondere durch die Treffsicherheit von Cameron Hunt und die dominante Präsenz von Ricky Rubio.
Die entscheidenden Minuten: Von einem knappen 73:75-Spielstand schraubte Joventut den Vorsprung auf 77:86 in nur 1:43 Minuten hoch – ein deutliches Zeichen der Überlegenheit. Die Spieler aus Badalona präsentierten sich als das klar überlegene Team und demonstrierten eine beeindruckende Spielstärke.
Während Hezonja mit 13 Punkten den Madrid-Ansturm anführte, brillierte Ricky Rubio auf der Gegenseite mit einer herausragenden Leistung. Seine 21 Punkte und die hohe Wertung von 27 unterstreichen seine Bedeutung für Joventut und verdeutlichen den Unterschied zwischen den beiden Teams.
Nun steht Trainer Chus Mateo vor der Mammutaufgabe, die verunsicherten Spieler wieder aufzubauen und das Vertrauen zurückzugewinnen. Das bevorstehende Duell gegen Valencia Basket in der Final Four wird dabei der ultimative Test für die Moral und die mentale Stärke des Teams. Die Frage ist: Kann Real Madrid die Negativspirale durchbrechen und in Athen wieder zu alter Stärke finden?
