Lys: freundschaften auf der wta-tour – „anders als alle anderen sagten“

Eva Lys strahlte nach ihrem souveränen Auftakterfolg bei den French Open – und sprach über etwas, das in der Tenniswelt immer wieder für Gesprächsstoff sorgt: ihre ungewöhnlichen Freundschaften mit anderen Spielerinnen. Die deutsche Hoffnungsträgerin offenbarte, dass die Atmosphäre auf der WTA-Tour sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt hat.

Ein neues verständnis von sportkollegialität

Ein neues verständnis von sportkollegialität

Lys’ Sieg gegen Petra Marcinko war ein deutliches Signal ihrer Formstärke, doch es waren ihre Worte über die Freundschaften, die im Anschluss für Aufsehen sorgten. „Früher hieß es immer, Freundschaften im Sport seien unmöglich, besonders wenn man um Titel kämpft. Bei mir war es von Anfang an anders“, erklärte sie. Diese Aussage unterstreicht eine Entwicklung, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnt: ein respektvolles und unterstützendes Miteinander, selbst unter den größten Rivalinnen.

Die sozialen Medien zeigen immer wieder Bilder von Lys, wie sie sich mit vermeintlichen Konkurrentinnen austauscht und gemeinsam lacht. Vor dem Turnier erschien sie in einem Video an der Seite von Alexandra Eala, Iva Jovic und Zeynep Sönmez – ein Zeichen dafür, dass die Spielerinnen die Opfer, die man für den Erfolg bringen muss, teilen und verstehen. „Das sind einfach Mädels, die haben denselben Alltag“, so Lys, und damit beschreibt sie die Basis für diese ungewöhnlichen Beziehungen.

Auch mit Coco Gauff, Marta Kostyuk und Paula Badosa pflegt die junge Deutsche ein enges Verhältnis. „Es ist auf jeden Fall nicht oberflächlich, was sehr schön ist“, betonte sie. Diese Freundschaften sind ein Beweis dafür, dass Sport nicht nur um Siege und Titel geht, sondern auch um zwischenmenschliche Beziehungen und gegenseitige Unterstützung. Es ist ein Umdenken, das die Tenniswelt nachhaltig prägen könnte.

Während Lys’ Fokus nun auf das Duell gegen die erfahrene Sorana Cirstea gerichtet ist, bleibt die Frage, ob diese neuen Formen der Kollegialität auch die Leistung auf dem Platz beeinflussen. Wird die gegenseitige Unterstützung zu einer neuen Art von Wettbewerbsvorteil? Oder bleibt es einfach nur eine positive Entwicklung, die das Image des Tennissports aufpoliert?