Luzern wirft karweina raus – meyers harter schnitt beginnt

Der FC Luzern hat die Meisterschaft abgehgeben, aber Remo Meyer schon die Zange angelegt. Sinan Karweina fliegt sofort, Mauricio Willimann folgt dem Stürmer beim Sommerputz. Nach 381 Minuten und einem Tor ist für den 28-Jährigen Schluss, bevor die Qualifikation für die Championship Group endgültig rechnerisch stirbt.

Neun punkte fehlen, drei spiele reichen nicht mehr

Die Rechnung ist gnadenlos. Seit der 1:2-Pleite gegen Winterthur ist klar: Selbst drei Siebe nützen nichts, wenn die Konkurrenz nur einmal Unentschieden spielt. Die Luzerner haben sich selbst demontiert – mit der zweiten Niederlage gegen ein Schlusslicht innerhalb von vier Wochen. Der Sportchef spricht offen vom „Sommerloch“, das er jetzt schon aufräumt, statt bis Juli zu warten.

Meyer erwartet bis zu vier Stammspieler-Ausverkäufe. Das ist keine Drohung, sondern Routine. In den vergangenen Jahren verlor Luzern jeden Sommer Leistungsträger, diesmal soll der Frust vorab weg. Karweina war nur ein Leihgeschäft, das sich nicht entzündete. Willimann dagegen ist ein Eigengewächs, das nie richtig durchstartete – acht Einsätze in vier Jahren, kein Bundesligastart seit 2022.

Trainerfrage liegt noch im dunkeln

Trainerfrage liegt noch im dunkeln

Die größte Baustelle heißt nicht Karweina, sondern Cheftrainer. Meyer will vor der Tabellenteilung Klarheit, aktuell aber priorisiert er den Klassenerhalt. Zwölf Punkte Vorsprung auf den Barrageplatz klingen beruhigend, doch die Formkurve zeigt nach unten. Ein neuer Coach soll kommen, bevor die Transferliste steht. Sonst plant wieder jemand für jemand anderen.

Kevin Spadanuda hängt in der Schwebe, die Leihoptionen für De Mol, Schmid, Del Toro sind offen. Meyer liefert Zahlen, keine Namen. 381 Minuten, ein Tor, keine Zukunft – das ist die Bilanz, die zählt. Luzern spielt am Sonntag in Lausanne. Es wird nicht um die Gruppenphase gehen, sondern darum, wem danach noch das Trikot passt.