Luzern verliert punkte durch umstrittenen elfmeter – frick entrüstet!
Ein bitterer Abgang für den FC Luzern: Gegen den FC St.Gallen musste sich das Team mit einem 2:2-Unentschieden begnügen, ein Ergebnis, das vor allem durch eine höchst fragwürdige Schiedsrichterentscheidung getrübt wurde. Mario Frick, der Coach der Leuchterstädter, zeigte sich sichtlich frustriert und übte scharfe Kritik an Luca Piccolo.

Der pfiff, der das spiel veränderte
Die Entscheidung fiel in der Schlussphase, als Oscar Kabwit im Strafraum von Jozo Stanic leicht berührt wurde. Schiedsrichter Piccolo zögerte nicht und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Ein Fehler, wie Frick nach dem Spiel deutlich machte: „Für mich ist das kein Penalty. Kabwit trifft Stanic zwar ganz leicht, aber wie er reagiert…“ Die Verzögerung bei Stanics Sturz ins Leere wirft ein schlechtes Licht auf die Entscheidung. „Wer Fußball gespielt hat, achtet besonders auf die Körpersprache“, betonte Frick, der den Eindruck hatte, Piccolo habe lediglich auf eine solche Gelegenheit gewartet.
Lars Villiger hatte Luzern in der 79. Minute durch einen sehenswerten Treffer noch in Führung gebracht, doch der Elfmeter und der folgende Ausgleich zunichtemachen die Hoffnungen auf einen Sieg. „Ich dachte, dass wir den Sieg nach meinem Tor über die Zeit bringen können“, erklärte Villiger enttäuscht, teilte die Frustration seines Trainers. Die Kritik am Schiedsrichter blieb nicht aus, denn er habe das Spiel durch unglückliche Situationen und eben diese fragwürdige Entscheidung entschieden.
Doch Frick betonte, dass der Penaltypfiff keine Ausrede für den Punkteverlust sei. „Wir gehen zweimal in Führung. Dann muss der Anspruch sein, ein solches Spiel auch über die Zeit zu bringen.“ Trotz der Enttäuschung ließ der Coach Lob für seine jungen Stürmer nicht aus. Neben Villiger, der seinen fünften Saisontreffer erzielte, traf auch der erst 18-jährige Andrej Vasovic. „Ich darf Lars nun schon dreieinhalb Jahre begleiten. Er hat sich vom Talent zum Super-League-Stürmer entwickelt. Jetzt muss er den nächsten Schritt machen und konstant liefern – dann wird er Karriere machen“, so Frick über seinen vielversprechenden Schützling.
Die Partie in Luzern wird in erster Linie für den umstrittenen Elfmeter in Erinnerung bleiben – ein Schandmoment, der dem FC Luzern zwei wertvolle Punkte kostet. Die Frage, die nun bleibt, ist, ob der Schweizerische Fussballverband die Entscheidung von Luca Piccolo überprüfen wird. Das Ergebnis des Spiels mag 2:2 lauten, doch die Debatte um die Schiedsrichterleistung wird noch lange nachhallen.
