Lunde verabschiedet sich – handball-legende plant überraschende zukunft!

Kristiansand bebte am Sonntag, als Katrine Lunde, die norwegische Handball-Ikone, nach einem beeindruckenden Sieg gegen die Slowakei (38:19) emotional vom internationalen Parkett verabschiedet wurde. Doch während Tränen flossen und Abschiedsworte gesprochen wurden, verriet die 46-Jährige eine überraschende Wendung: Der Handball hat sie noch nicht ganz fest im Griff.

Eine karriere voller triumphe und rekorde

21 Medaillen, darunter 13 Goldene, sieben Champions-League-Titel und 389 Länderspiele – die Bilanz von Katrine Lunde liest sich wie ein Märchen. Ihre Karriere begann hier, in Kristiansand, ihrer Heimatstadt, und fand nun in derselben Halle ein fulminantes Ende. Es war ein würdiger Abschied für die Rekordnationalspielerin Norwegens, die ihr Team stets mit außergewöhnlicher Paradenkunst und mentaler Stärke untermauerte.

„Am meisten werde ich die Menschen vermissen“, gestand Lunde in einem Interview mit der IHF. „Der Sport lebt von den Menschen, die ihn ausmachen. Und genau deshalb fällt mir dieser Übergang leichter, weil ich weiß, dass ich diese Menschen immer wiederfinden werde.“

Mehr als nur ein abschied: pläne für die zukunft

Mehr als nur ein abschied: pläne für die zukunft

Körperlich und mental hätte Lunde, so betonte sie, auch über das letzte Turnier hinaus hätte spielen können. Doch das Umfeld, die nötige Unterstützung, fehlte. „Mir fehlt das nötige Umfeld, um das zu schaffen“, erklärte sie offen. Ihr Fokus liegt nun verstärkt auf ihrer Familie. „Vor allem möchte ich als Mutter präsenter sein.“

Die Entscheidung für die WM 2025 als ihr letztes Turnier bezeichnete sie als die schwerste ihrer Karriere, ein Zeichen dafür, wie viel ihr der Handball bedeutet. Welcher Moment ihr Schönster war? „Ich kann mich nicht für einen entscheiden“, antwortete sie lächelnd, nannte aber ihre ersten Olympischen Spiele 2008 und die jüngste Weltmeisterschaft, in der sie mit Norwegen im Finale gegen Deutschland triumphierte, als besondere Highlights.

Die mentale stärke als schlüssel zum erfolg

Die mentale stärke als schlüssel zum erfolg

Katrine Lundes Erfolgsgeheimnis liegt ihrer Meinung nach in ihrer mentalen Stärke: „Ich kann mich anpassen, besonders im letzten Jahr war es faszinierend, meine Denkweise umzustellen.“ Sie verarbeitet Niederlagen schnell, behält die positiven Momente im Kopf und fokussiert sich auf die nächste Herausforderung.

Und die nächste Herausforderung könnte im Trainerdasein liegen. „Ich kann mir vorstellen, als Trainerin zu arbeiten. Ich genieße es wirklich, in diesem Umfeld zu sein, und ich schätze die Kultur, die wir in Norwegen haben. Ich bin auch offen dafür, im Ausland zu arbeiten. Aber speziell das Torwarttraining, ja, das macht mir wirklich Spaß.“

Die Handballwelt verliert eine Legende als Spielerin, gewinnt aber möglicherweise eine neue Trainerin, die ihr immenses Wissen und ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergeben kann. Katrine Lunde verabschiedet sich zwar vom aktiven Sport, ihre Verbundenheit mit dem Handball bleibt jedoch unbestritten. Ihre Karriere ist ein ewiges Vorbild für angehende Torwartinnen weltweit.