Lukebakio-poker: sevilla beobachtet trabzonspor-interesse genau
Ein Jahr nach seinem Wechsel nach Lissabon droht Dodi Lukebakio bereits wieder das Abenteuer Portugal zu verlassen. Der frühere Sevilla-Angreifer steht im Fokus mehrerer türkischer Klubs, allen voran Trabzonspor, und könnte so schon bald zurück in die Liga zurückkehren. Sevilla behält die Entwicklung aufmerksam im Auge, denn die Andalusier kassieren bei einem weiteren Transfer einen satten Gewinn.
Die transfer-geschichte im überblick: ein teurer spaß für benfica
Im vergangenen September aktivierte Benfica die Kaufoption für Lukebakio, die den Preis auf stolze 20 Millionen Euro Festpreis plus vier Millionen Euro in Variablen schraubte. Dieser Transfer ermöglichte Sevilla, gleich drei neue Spieler zu verpflichten: Mendy, Cardoso und den erfahrenen Alexis Sánchez. Zudem sicherte sich der Verein einen satten 15-prozentigen Anteil an einer möglichen zukünftigen Ablöse des belgischen Flügelstürmers. Nun scheint sich der Kreis zu schließen – ein Verkauf könnte Sevilla dringend benötigte finanzielle Mittel verschaffen.
Lukebakio selbst hatte es in Lissabon nicht leicht. Ein Hämatom am Fuß verzögerte seinen Start, gefolgt von einer Sperre aus seiner Zeit in Sevilla und schließlich einer schweren Verletzung – einen Bruch des linken Sprunggelenks – im Nationalteam. Seine Einsatzzeit war dementsprechend begrenzt: 25 Partien in allen Wettbewerben, knapp über 1.300 Minuten auf dem Platz. Das macht die Entscheidung des Benfica-Managements umso verständlicher, einen Verkauf in Betracht zu ziehen. Die Zahl von 20 Millionen Euro, die Benfica mindestens fordern wird, ist ein klarer Ausdruck der ursprünglichen Investition.

Trabzonspor macht ernst: vargas im visier?
Trabzonspor hat Lukebakio ins Visier genommen, nachdem bereits Gerüchte über ein Interesse an Rubén Vargas kursierten. Das spricht für eine verstärkte Suche nach Offensivkräften in der türkischen Liga. Benfica bleibt jedoch gelassen und wird versuchen, den größtmöglichen Erlös für den ehemaligen Sevilla-Spieler zu erzielen. Die Verhandlungen dürften sich in den kommenden Wochen intensivieren, während Lukebakio bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada Werbung für sich betreibt.
Es bleibt abzuwarten, ob Lukebakio tatsächlich in die Türkei wechselt oder ob doch noch ein anderer Verein zuschlägt. Sevilla kann nur hoffen, einen möglichst hohen Preis für ihren ehemaligen Spieler zu erzielen und von der Entwicklung zu profitieren. Die Weltmeisterschaft bietet Lukebakio eine letzte Chance, seine Qualitäten zu zeigen und seinen Marktwert zu steigern.
