Lukaku, zapata und co. – die neuner sind zurück
Während Lautaro Martinez mit vierzehn Treffern an der Spitze der Torjägerliste thront und verletzungsbedingt von der Tribüne aus zusehen muss, wie Inter die Serie A weiter dominiert, haben in diesem Spieltag genau jene Männer geliefert, die viele schon abgeschrieben hatten: die klassischen Mittelstürmer.
Lukaku, zapata, simeone – alte hasen mit frischen bissen
Romelu Lukaku war wieder da. Duván Zapata auch. Und Giovanni Simeone erinnerte daran, warum er im Strafraum ein anderer Mensch ist als auf dem Rest des Platzes. Diese drei Namen stehen stellvertretend für einen Stürmertyp, der angeblich aus der Mode geraten war: groß, wuchtig, unnachgiebig, effizient. Das Gegenteil ist bewiesen.
Der Fußball wird immer analytischer, die Vorbereitung auf Gegner immer akribischer. Taktische Systeme werden seziert, Laufwege millimetergenau geplant. Und trotzdem – oder genau deswegen – bleibt der klassische Neuner eine Waffe, die schwer zu neutralisieren ist. Ein Körper, der den Weg zum Tor mit schlichter Wucht freimacht, lässt sich nicht weganalysieren.

Bestätigungen und ein name, den man sich merken sollte
Rasmus Højlund und Donyell Malen haben in diesem Turnus das bestätigt, was ihre letzten Wochen bereits angedeutet hatten: Sie sind in Form, sie sind hungrig, sie sind keine Zufallserscheinung. Und dann ist da noch Douvikas – ein Name, der in der breiten Öffentlichkeit noch nicht angekommen ist, aber auf dem Feld längst für sich spricht.
Besonders interessant ist die Situation bei Allegri. Er setzt auf Leão und Pulisic als offensive Grundstruktur – beweglich, technisch, unberechenbar. Aber wenn das Spiel Druck braucht, wenn Zentimeter zählen und Kopfballduelle entschieden werden müssen, kommt Fullkrug. Ein Mann wie ein Werkzeug, das man nicht täglich benutzt, aber dessen Fehlen man sofort spüren würde.

Was dieser spieltag wirklich zeigt
Die Torjägerliste ist keine ruhige Angelegenheit mehr. Mit Lautaro auf der Tribüne öffnet sich ein Fenster – und die Konkurrenz stürmt hindurch. Nicht mit Eleganz, manchmal. Aber mit Entschlossenheit. Der klassische Mittelstürmer stirbt eben nicht aus. Er wartet nur auf seinen Moment. Und dieser Spieltag war genau das: sein Moment.
