Lukaku trifft wieder: 281 tage wartezeit enden mit tränen in verona

Romelu Lukaku hat die Welt vergessen, dass er nur zehn Fantasy-Credits kostet. Mit einem Schlenzer in der 78. Minute besiegelte er den 1:0-Sieg von Neapel beim FC Verona – und weinte anschließend wie ein Kind. 281 Tage hatte der Belgier auf diesen Moment gewartet, seit dem 23. Mai 2025, als er zuletzt in der Serie A traf.

Die zerrissene wade, die neapel lahmlegte

Die zerrissene wade, die neapel lahmlegte

Die Diagnose Ende August war ein Befund für Archivare: hochgradige Ruptur des linken Musculus rectus femoris, 24 Zentimeter lang. Conte schwor das Team auf Plan B ein, die sportliche Direktion kramte nach Ersatz. Lukaku verschwand in die Rehaklinik Brescia, kehrte am 25. Januar zurück – acht Minuten gegen Juventus, kein Torschuss. In Verona nun der Jubelschrei, dann Gelb wegen überschwenglichem Trikot-Ausschnüren. Die Zahlen liefern das Drama: vor der Verletzung 77 Fantasy-Credits, jetzt nur noch zehn. Selbst Stamm-Reservisten liegen bei 15.

Contes Gesicht nach dem Schlusspfiff: halb Erleichterung, halb Kalkül. Mit dem Dreier springt Neapel vorübergehend auf drei Punkte Vorsprung vor die AS Rom, die noch in Turin antreten muss. Für den Coach ist Lukaku kein Luxus, sondern eine Drohung, die endlich wieder scharf ist. Der Stürmer selbst spricht von „einer Last, die von 95 Kilo Fleisch fällt“. Die Tränen waren echt, die Frage bleibt: wie viel Diesel passt noch in den Tank?

Die Antwort liefert der Kalender. Neapel erwartet Sassuolo, Frosinone und Cagliari – drei Gegner, die in dieser Saison bereits 49 Gegentore kassiert haben. Selbst wenn Lukaku nur 60-Minuten-Plus spielt, dürften seine Antrittsstärke und Kopfballgewalt reichen, um den Titelkampf offen zu halten. Und die Fantasy-Manager? Sie schlagen sich auf den Rücken, weil sie ihn für ein Zehntel eines Haaland-Preises einpackten. Die nächste Preisaktualisierung kommt am Montag. Wetten, dass er dann schon wieder teurer ist?