Lugano und zürich liefern sich playoff-generalprobe mit 85-punkt-gleichstand
Am Donnerstagabend zittert die Corner Arena: HC Lugano empfängt die ZSC Lions zum 85-Punkte-Duell, das über Heimrecht und Selbstvertrauen vor den Playoffs entscheidet. Beide Klubs trennen nur die Trefferdifferenz – und eine verletzte Lugano-Defensive.
Ohne müller und dahlström: lugano muss umbauen
Die Nachricht schlug gegen Lausanne ein wie ein Bodycheck: Verteidiger Anton Dahlström fällt mit Rippenblessur aus, David Müller ohnehin. Trainer Massimo Mudu wird die blaue Linie neu verzahnen müssen. Dafür kehrt Jonas Emanuelssonzurück, bildet mit Thürkauf und Simion eine komplette Angriffsreihe. Ob Robbie Canonica als 13. Stürmer mitläuft, entscheidet sich nach dem Morgen-Skate.
Bei den Gästen aus Zürich ist Andrighetto in Topform – privat wie sportlich. Der Shooting-Star führt die interne Scorerwertung an und könnte mit zwei Punkten die 40er-Marke knacken. Brendan Perlini wird erstmals seit der Olympia-Pause getestet, allerdings nur in einem rein ausländischen Trio mit Kupari und Sekac. Curtis Valk fehlt mit Muskelproblemen.

Mitell lässt kader offen – rotation bis zum schluss
„Perlini bringt Speed und einen verdammt guten Schuss, aber der Platz ist hart erkämpft“, sagt ZSC-Coach Rikard Grönborg. Er deutet an, dass bis zur ersten Playoff-Runde noch gewechselt wird. Die Botschaft ist klar: Leistung zählt, nicht der Name auf dem Rücken.
Für Lugano geht es um mehr als zwei Zähler. Verlieren die Tessiner, rutscht Zürich auf Rang drei und sichert sich in der Best-of-Seven-Serie zusätzliche Heimspiele. Die Statistik spricht gegen Lugano: In den letzten sieben Aufeinandertreffen gewann Zürich fünfmal, dreimal nach Verlängerung. Das Publikum in der 7 000-Stadion-Kulisse wird dennoch mit Wallungsgesängen eine weitere Playoff-Atmosphäre erzeugen – ein Vorspiel auf das, was in zwei Wochen folgt.
Puck-Abpfiff ist um 19.45 Uhr, die Temperaturen sinken auf minus zwei Grad im Stadion – drinnen wie draußen. Für die Fans beginnt die heiße Phase, für die Spieler die letzte Chance, vor den Playoffs ein Statement zu setzen.
