Löwen drehen playoff-rennen: brace trifft zum overtime-knaller gegen wolfsburg
Die Eispiraten von den Löwen haben am Sonntagabend die Eishalle zum Kochen gebracht. Nach 60 Minuten lag das Punktekonto unentschieden, doch Cameron Brace schraubte sich in der Overtime zum Helden und versenkte den Puck mit einem Handgelenk-Schlenzer zum 3:2. Der Sieg gegen die Grizzlys Wolfsburg war mehr als zwei Punkte – er war ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf der DEL.
Spielverlauf: zweimal zurück, einmal durchgeschnauft
Die Gäste aus Niedersachsen gingen in der 26. Minute in Führung, doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Ryan McKiernan glich zwei Minuten später mit einem Sahnetor aus dem Slot aus. Als Wolfsburg erneut vorlegte, schien die Luft raus. Doch Christopher Wilkie schlug in der 48. Minute zu – und die Halle explodierte erneut.
Die Statistik spricht für die Hausherren: 38 Schüsse aufs Tor gegen 30, 62 % Faceoff-Quote und eine Save-Percentage von 93,3 % für Torhüter Kevin Reich, der in der Verlängerung einen Penalty kill entschärfte. „Wir haben gezeigt, dass wir auch mit dem Rücken zur Wand kämpfen können“, sagte Kapitän Moritz Müller nach dem Spiel.

Blick nach vorn: prestige-duell gegen mannheim am mittwoch
Mit dem Overtime-Sieg klettern die Löwen auf Platz 13 – noch drei Punkte hinter Platz 10, dem letzten Playoff-Ticket. Am Mittwoch gastieren die Adler Mannheim in der Frankfurt Arena. Die letzte Begegnung endete 1:5 für die Adler, doch nach dem Selbstvertrauensschub vom Sonntag wollen die Löwen Revanche. Tickets sind restlos ausverkauft, die Frankfurter Fan-Kurve probt bereits neue Choreografien.
In der DEL2 kassierten die Roten Teufel Bad Nauheim dagegen eine 1:4-Pleite gegen Regensburg und rutschen auf Rang 8 ab. Die Kassel Huskies feierten hingegen ein 3:2 gegen Rosenheim und halten Kontakt zur Spitzengruppe. Doch die Schlagzeilen gehören heute den Löwen – und ihrer unfassbaren Moral in der Overtime.
