Lorenzetti: perugia dominiert die welt – und geht weiter!

Perugia ist Weltmeister im Volleyball! Unter der Leitung des erfahrenen Angelo Lorenzetti krönte sich das Team am Sonntag in Turin zum Champions-League-Sieger und untermauerte damit eine Saison voller Triumphe. Drei Jahre, zehn Finalspiele, zehn Siege – eine schier unglaubliche Dominanz, die die Volleyballwelt in Staunen versetzt.

Der mann hinter dem erfolg: angelo lorenzetti

Lorenzetti, ein 62-jähriger Bankangestellter, der sich dem Volleyball verschrieben hat (ein Weg, den er mit Lazio-Trainer Maurizio Sarri gemeinsam beschritten hat), hat Perugia in Rekordzeit zum Weltniveau geführt. Seine Philosophie ist simpel, aber wirkungsvoll: „An die Jungs sage ich, sie sollen Finalspiele jagen.“ Keine leeren Versprechungen, sondern eine klare Zielsetzung, die das Team mit sich verbindet.

Die Bilanz spricht für sich: Zwei Meistertitel, drei Supercups, ein Pokal, zwei Champions-League-Titel und nun der Gewinn der Klub-Weltmeisterschaft. Ein beeindruckendes Portfolio, das Lorenzetti in die Riege der größten Volleyball-Trainer Italiens katapultiert. „Es war eines der besten Spiele der Saison“, so der Coach nach dem Triumph gegen Zawiercie. Ein Triumph, der nicht nur die Fans, sondern auch den Präsidenten Sirci jubilieren ließ: „Perugia regiert!“

Ein abschied und neue herausforderungen

Ein abschied und neue herausforderungen

Doch die Zukunft hält Veränderungen bereit. Routinier Max Colaci verabschiedet sich vom aktiven Sport. Lorenzetti zeigt sich betroffen: „Ich weiß noch nicht, wie es ohne ihn sein wird. Aber ich habe schon einige Ideen.“ Die nächste Saison wird eine besondere: Lorenzetti muss beweisen, dass er auch mit einem neuen Team die Erfolgsserie fortsetzen kann. Sein Vertrag läuft aus, und der Druck ist hoch.

Was aber wirklich zählt, ist die Verbundenheit mit der Stadt Perugia. „Ich habe hier eine Einfachheit und Leidenschaft gefunden, die ich in anderen Städten vermisst habe“, so Lorenzetti. „Hier sagen sie nicht: ‚Ihr müsst am Sonntag gewinnen‘, sondern: ‚Schaffen wir es am Sonntag?‘ Das ist etwas Besonderes.“ Ein Gefühl, das ihn motiviert, in Perugia zu bleiben und die glorreiche Ära fortzusetzen.

Lorenzetti, der stets der Perfektionist ist – oft als Erster im Palazzetto, als Letzter verlassend – hat mit seinem ruhigen, aber entschlossenen Führungsstil die Herzen der Spieler und Fans erobert. „Wenn wir in die Vergangenheit schauen, sind wir schon hinter dem heutigen Tag“, ist eine seiner prägendsten Weisheiten. Und mit dieser Einstellung wird er auch in Zukunft die Volleyballwelt herausfordern.