Lo celso steht vor dem comeback – betis rechnet auf seine neun finals
Nach 72 Tagen Pause
darf Giovani Lo Celso wieder auf Rasen stehen. Der Argentinier schließt sich nächste Woche dem Betis-Kader an – und bekommt genau neun Liga-Spiele, um die Champions-League-Tickets zu sichern und sich für den Sommer-Weltcup zu empfehlen.Erst espanyol, dann die galaktischen
Der Plan steht. Am 5. April in der Cartuja soll Lo Celso seine ersten Minuten sammeln, danach folgen Osasuna, Girona, Real Madrid, Oviedo, Real Sociedad, Elche, Barcelona und Levante. Ein Programm, das an Intensität kaum zu überbieten ist. Für Manuel Pellegrini ist der 28-Jährige ein „Turbo für die Rotation“, wie er nach dem Sieg in Bilbao einräumte.
Die Zahlen sprechen klar: Vor seiner Zerrung im Schenkel hatte Lo Celso in 17 Ligaspielen fünf Tore und vier Assists – nach Ballgewinn-Prozentualität liegt er bei 57 %, ein Wert, den nur Fidalgo und Fornals übertreffen. Seine Rückkehr entlastet genau diese beiden, die seit Januar ohne Durchatmen durchlaufen.

Die europa-league-tür schlug zu – aus kalkül
Kein Zufall, dass Lo Celso nicht mehr im Europa-League-Kader steht. Betis musste für Neuzugang Álvaro Fidalgo einen Platz freimachen und strich den verletzten Argentiner. Pellegrini: „Wir wussten, er würde die KO-Phase nicht erreichen. So konzentrieren sich Isco und Giovani auf die Liga, ohne Doppelbelastung.“
Die Rechnung geht auf: Ohne Lo Celso holte Betis acht Punkte aus fünf Spielen, kassierte aber nur drei Gegentore – die Defensiv-Stabilität stieg. Die Offensive dagegen vermisste seine diagonalen Steil-Pässe; nur 22 % der Tore fielen nach Balleroberung im Mittelfeld, vor der Pause waren es 34 %.

Weltcup-ticket inklusive
Für Lo Celso geht es um mehr als Club-Fußball. Scaloni ließ ihn trotz 44 Länderspiele-Einsätzen zu Hause, weil die Muskelfaser ihn ausbremste. Jetzt hat er neun Wochen, um Lionel Messi zu signalisieren: Ich bin bereit für Kanada, Mexiko und die USA. Sein letztes Turnier 2022 endete mit einer Oberschenkelblessur – diesmal soll das Happy-End folgen.
Seine Mitspieler spüren den Druck. „Wir wollen die Champions League, und Giovani ist unser Joker“, sagt Guardado. Die Statistik bestätigt: In Spielen mit Lo Celso von der 60. Minute an steigt die Passgenauigkeit im letzten Drittel um 12 %. Kurz: Er bringt den letzten Punch.
Bis Saisonende zählt jeder Meter. Neun Spiele, neun Finals. Gewinnt Betis sieben davon, ist Platz fünf – und damit die Königsklasse – drin. Verliert die Mannschaft zweimal, droht das europäische Aus. Lo Celso kennt die Devise: „90 Minuten, dann nächstes Finale.“ Für Argentinien und für Sevilla. Die Uhr tickt – und sie tickt laut.
