Liverpool kassiert gegentor und dämpfer: wirtz versiebt, sané schaut
Florian Wirtz kehrte zurück, Leroy Sané durfte zuschauen – und am Ende stand für den deutschen Doppelpack eine kalte Dusche. Die Champions-League-Hoffnung des FC Liverpool schwankt nach dem 0:1 bei Galatasaray schon vor dem Achtelfinal-Rückspiel.
Der verpatzte einstand
Die „Hölle“ war Programm, das Banner der türkischen Fans war kein Bluff. Schon nach sieben Minuten jagte Mario Lemina den Ball unter die Latte, Victor Osimhen stocherte danach immer wieder in der roten Hintermannis herum. Liverpool? Drückte, dominierte – und scheiterte. Wirtz, kurz zuvor noch als Hoffnungsträger gefeiert, setzte den ersten Schuss aus elf Metern neben das leere Tor (2.). Die Szene schien symptomatisch für einen Abend, auf dem nichts gelingen wollte.
Die Engländer liefen 90 Minuten lang an, spielten fast 70 Prozent Ballbesitz zusammen, erspielten sich 17 Torschüsse – und trafen kein einziges Mal. Hugo Ekitiké scheiterte allein vor Cakir (65.), Van Dijks vermeintliches Kopfballtor wertete Referee Gil Manzano wegen Handspiels zurück (71.). Dazwischen: Osimhens zweiter Treffer, aber abseits. Die Statistik lügt nicht, sie lacht nur.

Sané bleibt kalt, wirtz bleibt wach
Während Wirtz noch nach Worten suchte, saß Leroy Sané 90 Minuten lang in warmen Trainingsklamotten. Der deutsche Flügelflitzer war für Galatasaray nur Reserve – ein Luxusproblem für Trainer Okan Buruk, ein Frust für alle, die ein deutsches Duell erwartet hatten. Stattdessen wird nun am 18. März in Anfield die Saison auf die Kippe gestellt.
Die Quintessenz: Liverpool muss gewinnen, will erstmals seit fünf Jahren wieder ins Viertelfinale. Galatasaray reicht ein Unentschieden, die Türkei feiert bereits. Für Wirtz heißt es: Kopf hoch, Chancen verwandeln. Für Sané: vielleicht dabei, vielleicht nicht – der nächste Kader ist offen.
Die Klinge der Champions League ist scharf. Schon ein Fehlgriff reicht, um den Traum zu zerstören. Liverpool kennt die Lektion, Galatasaray die Moral. In drei Wochen entscheidet sich, wer weiter tanzt und wer nach Hause fliegt.
