Liv golf: steht der abstieg vor der tür?
Die Gerüchte verdichten sich: Der LIV Golf könnte schon bald vom Rasen verschwinden. Finanztechnologie-Giganten wie das Financial Times und die Wall Street Journal schüren die Spekulationen, die bereits auf X (ehemals Twitter) durch Monday Q Info in Umlauf gebracht wurden – ein Signal, das an ein Requiem für den vom saudi-arabischen Staat finanzierten Golf-Neuling klingt.
Scott o'neils kampfansage an die medien
Während die Schlagzeilen düster sind, versucht LIV Golf CEO Scott O'Neil, die Nerven der Team-Manager zu beruhigen. In einer E-Mail versicherte er, dass der Spielbetrieb „genau wie geplant“ weitergehen werde. „Unser Fokus liegt auf dem, was wir auf dem Rasen leisten“, betonte er, und versuchte, die mediale Aufregung als reine Spekulation abzutun. O’Neil erinnerte zudem an die beeindruckenden 100.000 Zuschauer beim letzten Turnier in Südafrika – eine Atmosphäre, die der LIV Golf anstrebt, und hob das bevorstehende Event in Mexiko hervor, das bereits das sechste Turnier in sechs verschiedenen Ländern darstellt.
„Wir sind Pioniere“, erklärte O’Neil mit Nachdruck, „und auch wenn der Weg nicht immer eben ist, lohnt sich das Ziel.“ Diese kämpferische Rhetorik deckt jedoch über eine bittere Realität hinweg: Der finanzielle Support des saudi-arabischen Staatsfonds PIF ist keineswegs garantiert.

Sergio garcias zweifel: die wahrheit aus riad
Die Zweifel werden von den Spielern offen geäußert. Sergio García, ein prominenter LIV-Golfer, gab in einer Pressekonferenz vor dem Turnier in Chapultepec zu, dass er sich auf die Zusagen des PIF-Chefs Al Rumayyan verlassen müsse. „Wir wissen nichts, außer was Al Rumayyan uns zu Beginn der Saison gesagt hat: Er unterstütze das Projekt langfristig“, so García. Dies deutet darauf hin, dass die Zukunft des LIV Golf stark von der politischen und wirtschaftlichen Lage in Saudi-Arabien abhängt. Es ist ein Spiel mit hohen Einsätzen, bei dem die Golfer selbst nur Zuschauer sind.
Die Frage ist nicht, ob der LIV Golf scheitern wird, sondern wann. Beobachter vermuten, dass die Zeit bis August getaktet ist. Ob die ambitionierten Pläne des LIV Golf tatsächlich in die Tat umgesetzt werden können, bleibt abzuwarten. Die aktuelle Situation zeigt deutlich: Geld allein macht noch kein erfolgreiches Sportunternehmen. Der Druck wächst, und die Zeichen stehen nicht gut für den auf Kontroversen basierenden Golf-Neuling.
