Martinenghi: vom olympia-gold zum comeback – ein außergewöhnlicher weg!

Mailand – Ein rosafarbener Cocktail, der an die Mondlandung erinnert, und ein Olympiasieger, der am Rande des Rücktritts stand: Nicolò Martinenghi, der Shootingstar der italienischen Schwimmszene, erzählt seine bewegende Geschichte. Nach dem Triumph in Tokio folgte eine Phase der Leere, doch der unbändige Wille und die familiäre Tradition ließen ihn nicht aufgeben.

Die apollo 11-verbindung: eine familiengeschichte

Martinenghi blickt zurück auf die Pasticceria seines Großvaters in Varese, wo 1969, anlässlich der Mondlandung, der „Apollo 11“-Cocktail kreiert wurde. „Es ist ein Stück Familiengeschichte, ein Symbol für Stolz und das Streben nach dem Unendlichen“, erklärt der Schwimmer. Diese Verbindung zur Familie und die Sehnsucht nach großen Zielen prägen seinen Lebensweg.

„Ich bin ein Gladiator“, sagt Martinenghi selbst. Er sieht sich als Kämpfer, der sich in der Arena der Hochleistungssports auszeichnet. Das bedeutet auch, die körperlichen Tributen des Sports zu akzeptieren. „Es ist hart, es schadet, aber es ist unser Job.“ Ein Injurier an der Schulter hat ihn derzeit ausgebremst, doch er arbeitet hart an seiner Rückkehr.

Der preis des erfolgs: verletzungen und zweifel

Der preis des erfolgs: verletzungen und zweifel

Martinenghi spricht offen über die Rückschläge in seiner Karriere. „Verletzungen gehören dazu“, betont der Olympiasieger. „Es gibt keine Karriere, die nur aus positiven Momenten besteht.“ Nach dem Gewinn der Goldmedaille in Tokio war er kurz davor, alles hinzulegen. „Ich war dem Rücktritt nahe“, gesteht er, „aber etwas hat sich geändert.“

Ein entscheidender Faktor für sein Durchhaltevermögen ist sein Trainer, Matteo Giunta. „Er ist ein Mensch, der immer lernen will, der dich motiviert und gleichzeitig beruhigt“, beschreibt Martinenghi die Beziehung zu seinem Mentor. Auch die Atmosphäre innerhalb des italienischen Schwimmteams in Verona trägt zu seinem Erfolg bei. „Es ist ein stimulierendes Umfeld, in dem man gut trainieren kann.“

Neben dem Schwimmsport hegt Martinenghi eine Leidenschaft für Basketball und Fußball. Er unterstützt Varese im Basketball und Inter Mailand im Fußball. „Ich mag die Energie und den Druck, die in beiden Sportarten herrschen“, sagt er. Diese Leidenschaften erinnern ihn an die Anforderungen im Schwimmsport und helfen ihm, mit dem Druck umzugehen.

Martinenghi blickt nach vorne und hat ein klares Ziel vor Augen: die Europameisterschaften in Paris. „Ich will mir alles selbst verdienen“, betont er. „Wenn ich mich qualifiziere, dann nur durch harte Arbeit im Wasser.“

Seine Goldmedaille in Tokio mag in seinem Haus stehen, doch sie ist nicht das Wichtigste. „Es ist der Weg, der zählt: die Anstrengung, die Rückschläge, die Menschen, die man trifft“, sagt Martinenghi. Der wahre Wert liegt in der persönlichen Entwicklung, die der Sport mit sich bringt.