Lisa eder triumphiert in hinzenbach – dsv-adler leer ausgegangen

Das Wochenende in Hinzenbach hätte für das deutsche Skispringen kaum bitterer enden können. Während Lisa Eder vor heimischem Publikum jubelte und sich den Tagessieg auf der Kleinschanze sicherte, reichte es für die DSV-Athletinnen wieder einmal nicht aufs Podest. Agnes Reisch als Beste der Deutschen auf Rang sieben – das ist die ernüchternde Bilanz eines Wochenendes, das die Olympia-Enttäuschung von Mailand-Cortina nur noch tiefer eingebrannt hat.

Eder schlägt ström – und lässt deutschland alt aussehen

Die Österreicherin setzte sich in einem packenden Finale vor der norwegischen Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Ström durch. Dahinter rettete sich Nika Prevc mit einem bravourösen zweiten Durchgang – 89,5 Meter, Tagesbestweite – noch auf Platz drei. Die Slowenin hatte am Samstag bereits ihren 14. Saisonerfolg gefeiert. Wer glaubte, ein verpatzter erster Durchgang würde sie stoppen, wurde eines Besseren belehrt.

Freitag, hollandt, schmid – drei namen, kein ergebnis

Freitag, hollandt, schmid – drei namen, kein ergebnis

Selina Freitag, am Samstag noch Sechste mit einem Hauch von Hoffnung, fiel auf Rang zehn zurück. Anna Hollandt landete auf 13. Katharina Schmid – Rekord-Weltmeisterin, Legende des deutschen Skispringens, mitten in ihrer Abschiedstournee – verpasste als 16. die Top 10 deutlich. Das ist kein Formtief mehr. Das ist ein strukturelles Problem, das sich durch die gesamte Saison zieht.

Bei den Olympischen Spielen blieb das DSV-Team ohne Medaille. In Hinzenbach folgte die nächste Leerstelle. Die Zahlen lügen nicht – und sie sind gerade alles andere als freundlich zu den deutschen Springerinnen.