Lipowitz hält pogacar auf den letzten metern – dramatik in der romandie!

Die Tour de Romandie 2026 hat ein packendes Finale erlebt, in dem der deutsche Radprofi Florian Lipowitz Tadej Pogacar bis in die letzten Meter herausforderte. Nach sechs Etappen landete Lipowitz auf dem zweiten Platz, bewies aber, dass er dem dominanten Slowenen das Leben schwer gemacht hat und bot dem Feld einen spannenden Kampf bis zum Schluss.

Ein duell auf augenhöhe

Der Unterschied zwischen Pogacar und Lipowitz auf der Straße betrug lediglich 20 Sekunden – wobei die Hälfte dieser Differenz auf Zeitbonifikationen zurückzuführen war, die Pogacar durch seine Sprintstärke sicherte. Lenny Martínez fiel mit über zwei Minuten Rückstand deutlich hinter den beiden Führenden zurück. Lipowitz zeigte dabei die konstanteste Leistung nach dem Schlusstag. Zweimal attackierte er, und nur Pogacar konnte folgen. Der Slowene zeigte sich nach der Etappe sichtlich beeindruckt von Lipowitz' Leistung.

“Florian hat zuerst attackiert und einen wirklich guten Job gemacht”, lobte Pogacar im Siegerinterview. “Glücklicherweise konnte ich an seinem Hinterrad bleiben. Als ich attackierte und er konterte, das war wirklich beeindruckend. Er hat den Sprint sehr früh lanciert und, puh, dann war es ein echter Kampf bis zur Ziellinie.”

Pogacars triumph und lipowitz

Pogacars triumph und lipowitz' selbstvertrauen

Pogacar dominierte die Rundfahrt mit vier Etappensiegen und hatte mit seinem Team im Gebirge stets die Kontrolle. Für Lipowitz bedeutet dieses Podium eine enorme Stärkung des Selbstvertrauens, insbesondere nach einem späten Start in die Rundfahrtsaison. Er betonte, dass er “nichts zu verlieren” hatte und seine Attacken nutzen wollte, um Pogacar und das Feld zu testen.

“Der Plan war, an Pogacars Hinterrad zu bleiben. Aber ich habe mich den ganzen Tag über sehr gut gefühlt und dachte fünf Kilometer vor dem Ziel, dass wir nichts zu verlieren haben”, erklärte Lipowitz. “Ich habe dann ein bisschen angetestet, um zu sehen, was die anderen Jungs so vorhaben. Ich habe es dann noch einmal probiert, dann war ich mit 'Pogi' alleine und habe wie vor zwei Jahren am letzten Kicker alles probiert.”

Blick nach frankreich: die tour de france wartet

Blick nach frankreich: die tour de france wartet

Mit Blick auf die bevorstehende Tour de France in Barcelona in zwei Monaten werden sowohl Pogacar als auch Lipowitz gezielt trainieren, um ihre Form weiter zu optimieren. Lipowitz zeigte sich selbstbewusst und betonte, dass er im Vergleich zum Vorjahr deutlich stärker sei. “Von Katalonien an lief es im Training und in den Rennen richtig gut”, sagte er. “Ich bin definitiv ein Stück besser als vor einem Jahr.”

Die teaminterne Hierarchie bei Bora-hansgrohe hat sich ebenfalls verschoben. Lipowitz konnte sich sowohl im Baskenland als auch in der Romandie als der stärkere Fahrer gegenüber Co-Kapitän Primoz Roglic beweisen, während er gegen Remco Evenepoel eine größere Konstanz zeigte. Die Messlatte für Lipowitz liegt nun klar bei Pogacar und Jonas Vingegaard - die Referenzwerte für seine Leistung sind in Frankreich gesetzt.

Lipowitz verlässt die Romandie mit einem Lächeln und dem festen Glauben, dass er bereit ist für die nächste Herausforderung. Die Podiumsplatzierungen geben ihm den nötigen Schub, um sich optimal auf die Tour de France vorzubereiten und dort um die besten Platzierungen zu kämpfen. Das Duell mit Pogacar hat gezeigt, dass er zu den Top-Fahrern der Welt gehört und ein ernstzunehmender Anwärter auf den Gesamtsieg sein kann.